SpracheEnglishDeutsch
Zimmerei

Nuthaftung

Englisch: rabbet joint

nounZimmereirare

Siehe Definition unter Nut.

Gratleiste: zwei Bretter durch Schnittkanten verriegelt

Eine Gratleiste entsteht, indem man eine gestufte Schulter oder Gratleiste in die Kante oder das Ende eines Brettes schneidet und dann ein zweites Brett in diese Vertiefung schiebt, sodass seine Fläche bündig mit dem ersten abschließt. Die Gratleiste selbst ist eine rechteckige Kerbe, die nur teilweise durch das Holz geht; wenn zwei gefrazte Teile ineinander greifen, entsteht eine Verbindung, die stärker ist als eine einfache Stoßverbindung, weil die Kontaktflächen in zwei Ebenen gestützt werden statt nur in einer.

Die Gratleiste wird üblicherweise mit einer Säge, einem Fräser oder einem speziellen Hobel geschnitten und entfernt Holz bis zu einer Tiefe von etwa einem Drittel der Brettdicke. Eine häufige Ausführung hat die Gratleiste an der Innenkante eines Rahmens oder einer Kiste verlaufen, wobei die Kante des zweiten Brettes fest hineinpasst. Die Schulter der Gratleiste, die innere senkrechte Fläche des Schnitts, trägt die Last; der waagerechte Boden der Gratleiste bietet seitliche Abstützung und widersteht dem Verziehen.

Häufige Varianten und Anwendungen

Einfache Gratleisten entstehen, wenn ein Brett gefrazt ist und das andere quadratisch bleibt; bei einer doppelten Gratleiste sind beide Bretter gefrazt, was in der Rahmenbau- und Kistenherstellung üblich ist. Der Begriff deckt manchmal auch den einfacheren Fall ab, in dem nur eine Gratleiste vorhanden ist, aber die Bezeichnung der Verbindung bezieht sich korrekt auf das zusammengesetzte Paar. Gratleisten sind Standard bei Schränkenseiten, die auf Schienen treffen, bei Bilderrahmen, in denen die Gratleiste Glas und Rückwand hält, und bei Kissenboden, der in gefratzte Wände geschoben wird.

Der Hauptausfallmodus ist Holzbewegung: saisonale Feuchtigkeitsschwankungen lassen Bretter quer zur Faserrichtung quellen und schwinden, was die Verbindung belastet, wenn sie geklebt wird, ohne saisonale Bewegung zuzulassen. Eine lockere Gratleiste versagt auch beim Tragen von Querlast; schlechter Sitz oder unzureichende Gratleistentiefe führt dazu, dass die senkrechte Ebene abschert. Die Wirksamkeit der Gratleiste hängt vollständig von einem engen, festen Sitz und ausreichender Klebeabdeckung auf beiden Kontaktflächen ab.

Der Begriff "Gratleiste" leitet sich wahrscheinlich vom Altfranzösischen "rabat" ab, was ein Schnitt oder eine Kerbe bedeutet, und die Verbindung trägt ihren Namen von der Gratleiste, die sie definiert. Sie wird seit Jahrhunderten in der Zimmerhandwerk verwendet und bleibt eine der praktischsten, sichtbaren Verbindungen im Rahmenbau, weniger aufwändig als eine Zapfenverbindung, aber zuverlässiger als eine einfache Stoßverbindung.

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