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Sanitär und Rohrleitungsbau

Rad

Englisch: rad

Kurzform von Radiator.

Heizkörper: das Heizelement, das dein Zimmer wärmt

Ein Heizkörper ist das Wärmtausch-Element, das unter Fenstern oder entlang von Wänden in den meisten Gebäuden sitzt. Er besteht aus einem Metallgehäuse (meistens Gusseisen oder Stahl) mit inneren Kanälen, durch die heißes Wasser oder Dampf zirkuliert, während Luft außen an den Rippen oder Platten vorbeiströmt und den Raum wärmt. Der Begriff ist universelle Kurzbezeichnung bei Installateurinnen und Installateure, Heizungstechnikern und Gebäudeinstandhaltung.

Die meisten Heizkörper arbeiten nach einem von zwei Systemen. In einer Zentralheizung mit Warmwasser zirkuliert heißes Wasser vom Kessel durch den Heizkörper über Rohre bei Temperaturen typischerweise zwischen 60 und 80 Grad Celsius und kehrt kühler zurück, um wieder aufgeheizt zu werden. In Dampfsystemen, seltener in modernen Gebäuden, tritt unter Druck stehender Dampf in den Heizkörper ein und kondensiert beim Wärmeabgabe zurück zu Wasser. Dampf-Heizkörper brauchen Entlüftungsventile und Kondensatstopfen; Wasser-Heizkörper brauchen nur Ein- und Ausgangsverbindungen und ein Entlüftungsventil, um eingeschlossene Luft freizugeben.

Gusseiserne Säulenheizkörper dominierten die Hausheizung über ein Jahrhundert lang; sie sind schwer, speichern Wärme gut und halten Jahrzehnte. Moderne Plattenheizkörper sind leichtere gepresste Stahlteile mit geschweißten Rippen, pro Volumeneinheit effizienter, aber weniger haltbar. Aluminiumheizkörper kommen in einigen kontinentaleuropäischen Systemen vor. Die Wahl beeinflusst, wie eine Installateur die Heizschleife dimensioniert, Durchsatzraten berechnet und das Rohrleitungslayout plant.

Häufige Ausfälle und Dimensionierung

Heizkörper versagen durch innere Korrosion, oft durch saures Wasser oder inkompatible Metalle im Kreislauf, was brauen Schlamm erzeugt, der die kleinen inneren Kanäle blockiert. Kalkablagerungen entstehen in Gegenden mit hartem Wasser. Praktisch ist der häufigste Fehler eine Luftfalle, die die Wasserzirkulation verhindert; das Entlüftungsventil löst das. Zu kleine oder zu große Heizkörper führen dazu, dass Zimmer nie die Zieltemperatur erreichen oder Brennstoff verschwenden. Eine Installateur bestimmt die richtige Größe in Watt oder BTU pro Stunde aufgrund von Raumvolumen, Wärmedämmung und gewünschtem Temperaturanstieg.

Das Abgleichen einer Heizanlage bedeutet, den Durchsatz durch jeden Heizkörper so einzustellen, dass alle Zimmer gleichzeitig Temperatur erreichen. Das beinhaltet Absperrventile (auf der Rückseite) und oft thermodynamische Ventile (TRVs) am Eingang. Der Name "Heizkörper" ist einfach praktische Kurzform: leichter zu sagen "den Heizkörper entlüften" als "den Radiator entlüften" auf einer Baustelle, wo man es täglich dutzende Male erwähnen könnte. Er taucht in Arbeitsaufträgen, Lagerlisten und alltäglichen Gesprächen in den Heizungsfachbereichen auf.

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