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Energie und Versorgung

Empfang

Englisch: reception

Fähigkeit oder Vorgang des Empfangs von Funk- oder ähnlichen Signalen.

Empfang: wie gut Ihre Anlage Radiowellen aufnimmt

In der Energie- und Versorgungswirtschaft bezeichnet Empfang die Stärke und Qualität von Funksignalen, die an einer festen Empfängerstation oder einer mobilen Einheit ankommen. Es geht nicht um Gastfreundschaft, sondern um die physische Fähigkeit einer Antenne und eines Empfängers, elektromagnetische Übertragungen zu erkennen, aufzufangen und zu dekodieren. Schlechter Empfang bedeutet schwaches Signal, verlorene Nachrichten und fehlende Daten; in kritischer Infrastruktur wie dem Netzwerkbetrieb oder bei Feldteams kann das die Arbeit lahmlegen oder zu Sicherheitslücken führen.

Die Empfangsqualität hängt von mehreren praktischen Faktoren ab. Die Entfernung zum Sender spielt natürlich eine Rolle, aber auch Hindernisse: Metallkonstruktionen, Wasser, Böschungen und Betonwände absorbieren oder streuen Funkenergie. Auch die Frequenzbande ist wichtig; VHF- und UHF-Signale (30 MHz bis 3 GHz), die in Zwei-Wege-Funksystemen für die Versorgungsleitstelle verwendet werden, verhalten sich anders als die niederfrequenten Signale, die in manchen SCADA-Telemetrieanwendungen genutzt werden. Antennentyp, Höhe, Ausrichtung und die Empfindlichkeit des Empfängers tragen alle bei. Eine Standortuntersuchung misst oft die Empfangsfeldstärke in dBm (Dezibel bezogen auf ein Milliwatt), um vorherzusagen, ob die Kommunikation zuverlässig sein wird.

Empfang im Feldeinsatz ist oft das erste Problem beim Einsatz von mobilen Einheiten oder Remote-Überwachungsstationen. Ein Einsatzfahrzeug, das an einem Ort ankommt, kann in einem Funkloch landen und nicht in der Lage sein, den Status weiterzuleiten oder Einsatzbefehle zu empfangen. Versorger beheben das durch den Einbau von Repeatern, die ein schwaches Signal empfangen und es mit voller Leistung erneut ausstrahlen, um die Abdeckung in Tälern, Tunneln oder dicht bebauten Stadtgebieten zu erweitern. Manche Systeme nutzen Mesh-Netzwerke, bei denen jeder Knoten Nachrichten weitergeben kann und jeder Hop den Empfang des nächsten verbessert.

In SCADA- und Telemetriesystemen sind Empfangsschwellenwerte in Protokolle integriert. Ein Sensor, der Messwerte per Funk überträgt, wiederholt die Nachricht, wenn er keine Bestätigung erhält, unter der Annahme, dass die Basisstation sie nicht bekommen hat. Empfangstests sind Routine: Vor der Inbetriebnahme einer neuen Remote-Einheit an einer Umspannstation oder einem Pipeline-Knotenpunkt prüfen Techniker, ob die Signalpegel die Mindestanforderungen erfüllen, üblicherweise um die -95 bis -100 dBm für typische Schmalbandfrequenzen im Versorgungsbereich.

Der Begriff Empfang wird auch im Zusammenhang mit Störungen verwendet. Ein System kann einen starken Empfang des gewünschten Signals haben, aber schlechte Störfestigkeit, wenn es Rauschen von nahegelegenen Elektrogeräten, Lichtbögen oder konkurrierenden Sendern auf benachbarten Kanälen aufnimmt. Diese Unterscheidung ist wichtig bei der Spezifikation von Geräten oder bei der Fehlerbehebung, wenn eine gut durchdachte Verbindung im Feld schlecht funktioniert.

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