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Energie und Versorgung

Steckdose

Englisch: receptacle

Kontaktvorrichtung an einer Wanddose zum Anschluss eines Steckers (üblicherweise durch Aufnahme der Stiftkontakte) zur Stromversorgung tragbarer Geräte und Maschinen.

Steckdose: die Buchse, die den Stecker aufnimmt

Eine Steckdose ist eine fest montierte Kontaktvorrichtung in einer Wand, einem Schaltschrank oder einem Geräterahmen, die einen Stecker aufnimmt, um einen Stromkreis zu schließen. Sie enthält weibliche Kontakte (Schlitze oder Löcher), deren Größe und Abstände den männlichen Stiften eines passenden Steckers entsprechen, und verbindet diese Kontakte mit den dahinter liegenden Versorgungsleitern. Die Steckdose ist die feststehende Hälfte der Verbindung; der Stecker ist die abnehmbare Hälfte.

Steckdosen werden nach Spannung, Stromstärke und Phasenkonfiguration bewertet. Eine 120-Volt-, 15-Ampere-Haushaltssteckdose in Nordamerika hat zwei parallele Schlitze und ein U-förmiges Erdungsloch. Eine 240-Volt-, 50-Ampere-Steckdose für einen Elektroherd hat drei oder vier große Löcher in dreieckiger oder rechteckiger Anordnung. Industrielle Drehstrom-Steckdosen gibt es in 30-, 60-, 100-Ampere- und höheren Nennströmen, oft mit Verriegelungsring-Steckverbindern (NEMA-L-Typen), die vor versehentlichem Trennen schützen. Das Kontaktmaterial ist normalerweise Messing oder Kupferlegierung, manchmal versilbert für höhere Zuverlässigkeit.

Steckdosen fallen aus, wenn innere Kontakte sich lockern, korrodieren oder Lichtbögen bilden. Lockere Kontakte führen zu Wärmeaufbau und möglichem Brand; Korrosion erhöht den Widerstand und den Spannungsfall. Lichtbogenbildung tritt auf, wenn ein Stecker teilweise unter Last eingeführt oder gezogen wird, oder wenn Feuchtigkeit in eine Außen- oder Nassbereich-Steckdose eindringt. GFCI-Steckdosen (Fehlerstrom-Schutzschalter) erkennen Ableitungsströme und schalten in Millisekunden ab und schützen vor Stromschlag. AFCI-Steckdosen (Lichtbogenschutzschalter) erkennen die elektrische Signatur von Lichtbogenbildung und fahren den Stromkreis herunter.

Steckdosen werden nach ihrer NEMA- oder IEC-Konfigurationsnummer klassifiziert. NEMA 5-15R ist die Standard-Zweischlitz-120-Volt-Steckdose in Nordamerika. NEMA 6-20R ist eine 250-Volt-, 20-Ampere-Steckdose mit anderer Schlitz-Geometrie, um Verwechslungen zu vermeiden. IEC-Konfigurationen (International Electrotechnical Commission) sind in Industrieumgebungen üblich und unterscheiden sich von NEMA-Typen. Verriegelnde (Dreh-)Steckdosen wie NEMA L14-30R haben eine Bajonett-ähnliche Schnellkupplung, die eine Vierteldrehung des Steckers zum Ein- und Ausrasten erfordert; sie sind Standard für Hochleistungs-Tragegeräte wie Schweißer und temporäre Stromverteilungsanlagen.

Steckdosen werden am Ende eines Stromkreises installiert, nach dem Schutz (Schalter oder Sicherung) und allen Schaltern. Die Leiter enden unter Schraubklemmen oder Steckterminals im Steckdosengehäuse. Korrektes Anzugsmoment, Terminaltyp und Leiterquerschnitt sind entscheidend: ein zu dünner Leiter oder eine lockere Verbindung kann die Steckdose überheizen und ihr Gehäuse schmelzen. Außen- und Feuchtraum-Steckdosen müssen wetterfeste Abdeckungen und korrosionsbeständige Materialien haben. Der Begriff Steckdose kommt von ihrer Funktion: den Stecker aufzunehmen.

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