bergrutscht
Englisch: ribbed
Mit Schiefer durchschichtet, besonders bei einer Kohleflöz.
geribbte: Kohleflöz durch Schieferbänder geteilt
Ein geribbtes Kohleflöz ist eines, das durch dünne Schichten oder Bänder von Schiefer, Tonschiefer oder anderem nicht brennbarem Gestein unterbrochen wird, die durch die Kohle selbst laufen. Diese Bänder, Rippen genannt, sind typischerweise wenige Millimeter bis mehrere Zentimeter dick und verlaufen ungefähr parallel zu den Hauptschichten. Sie teilen die abbaubare Kohle in separate Bänke oder Lagen auf, sodass ein einzelnes Flöz als zwei oder drei unterschiedliche Kohleflöze erscheint, die durch Schiefer getrennt sind, anstatt als ein zusammenhängender Körper.
Die Rippen entstanden während der ursprünglichen Torfablagerung, üblicherweise wenn vorübergehende Überflutung oder Zufuhr von klastischen Sedimenten die Kohlebildung unterbrachen. Dies war in antiken Sümpfen häufig, wo Schwankungen des Grundwasserspiegels oder nahegelegene Flusskanäle Schlamm und Silt herbrachten. Das Ergebnis ist eine geologische Aufzeichnung von Umweltveränderungen, die in der Kohleabfolge erhalten bleibt. Einige Rippen sind großflächig verbreitet, andere verschwinden und erscheinen unvorhersehbar wieder, was den Abbau erschwert.
Auswirkungen auf Abbau und Bewertung
Geribbte Flöze stellen den Betreiber vor große Herausforderungen. Wenn die Rippen dünn und zahlreich sind, wird selektiver Abbau notwendig: Die Kohle über und unter ihnen muss separat gewonnen und der Schiefer entfernt werden. Dies erhöht die Arbeitskosten und verringert die Gesamtgewinnungsquote aus dem Flöz. Dicke Rippen zwischen dünnen Kohlebändern lohnen sich möglicherweise nicht zum Abbau. Umgekehrt können Rippen, wenn sie dünn genug sind, manchmal zusammen mit der Kohle gewonnen und an der Grube oder in der Aufbereitungsanlage behandelt werden, obwohl dies die Reinigungslast und den Aschegehalt erhöht.
Der kommerzielle Wert eines geribbten Flözes hängt von Dicke und Häufigkeit der Rippen ab. Einige wenige dicke Rippen sind oft vorzuziehen gegenüber vielen dünnen. Historische Bergbauunterlagen erwähnten die Mächtigkeit manchmal als Summe allein der Kohlebänder ohne die Rippen, was zu Verwirrung in der Flöznomenklatur führte. Bei Bewertung und geologischen Berichten müssen Rippenmächtigkeit und Zusammensetzung immer separat von der Kohlemächtigkeit erfasst werden.
Der Begriff ist spezifisch für Kohlegeologie und wird im Metallerzbergbau nicht üblich verwendet. Ein Flöz, das als geribbelt, fleckig oder schwach bezeichnet wird, zeigt geologische Variation an, die von Anfang an die Abbaumethode, die Geräteaufstellung und die Produktionsplanung beim Abbau beeinflusst.