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Elektrotechnik

Klingelzeit

Englisch: ring time

Dauer vom Beginn des Klingelns am Telefon des Empfängers bis zur Annahme des Anrufs.

Klingelzeit: Sekunden bis zur Annahme des Anrufs

Klingelzeit ist die verstrichene Dauer zwischen dem Moment, in dem eine Telefonvermittlung ein Klingelsignal auf eine Leitung sendet, und dem Moment, in dem der angerufene Teilnehmer antwortet. Bei leitungsvermittelter Telefonie beginnt dieses Intervall, wenn die Vermittlung Klingelstrom (typischerweise 90 Volt AC bei 20 Hz in Nordamerika, 25 Hz in Europa) auf die Leitung legt, um den Teilnehmer zu benachrichtigen, und endet, wenn die Leitung abhängt oder wenn ein Anrufbeantworter oder eine PBX den Anruf annimmt. Klingelzeit unterscheidet sich von Wählzeit (für die Eingabe von Ziffern) und Gesprächsdauer (das Gespräch selbst).

Klingelzeit ist operativ wichtig, weil sie sich direkt auf die Leitungsauslastung und die Netzwerkeffizienz auswirkt. Bei manuellen Telefonvermittlungen verbrauchte eine lange Klingelzeit wertvolle Vermittlungsressourcen. In modernen VoIP- und Digitalsystemen kann prolongierte Klingelzeit die Infrastrukturlast erhöhen, Timeout-Mechanismen auslösen und die wahrgenommene Servicequalität verschlechtern. Telekommunikationsanbieter und PBX-Administratoren überwachen Klingelzeit als Teil von Quality-of-Service-Metriken und Abrechnungsabstimmung. Ein unbeantworteter Anruf nach einer definierten Klingelzeit (üblicherweise 15 bis 30 Sekunden) löst Anrufabbruch oder Weiterleitung zur Voicemail aus.

Klingelzeit hängt von mehreren Faktoren ab: der Reaktionsfähigkeit des angerufenen Teilnehmers, der Konfiguration der Telefonanlagen (manche Systeme reduzieren die Klingelintensität nach 8 bis 10 Sekunden, um Energie zu sparen) und dem Vorhandensein von zwischengeschalteter Weiterleitung oder Warteschlange. Geschäftliche Telefonanlagen ermöglichen es Administratoren oft, Klingeldauerbeschränkungen vor der Weiterleitung auf eine andere Durchwahl oder zu einem automatischen Telefonbeantworter festzulegen. Moderne Softphone- und Mobilanwendungen können Klingelzeit eher algorithmisch als durch Hardwarebeschränkungen limitieren.

In der Verkehrstechnik wird Klingelzeit in Anrufmodellberechnungen einbezogen, um zwischen angenommenen Anrufen und abgebrochenen Anrufen zu unterscheiden. Ein abgebrochener Anruf ist einer, der die Leitung des angerufenen Teilnehmers erreicht, aber vor Erreichen eines Schwellwerts (oft 3 bis 6 Klingel oder insgesamt 15 bis 30 Sekunden) nicht beantwortet wird. Diese Unterscheidung beeinflusst, wie Netzbetreiber Antwortraten melden und wie Kundenservicezentren die Leistung von Agenten und Kundenzufriedenheit messen.

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