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Fertigung

scob

Webfehler, bei dem der Schuss mehrere Kettfäden verfehlt.

Scob: Schuss, der Kettenfäden überspringt

Ein Scob ist ein Webfehler, bei dem der Schussfaden nicht ordnungsgemäß mit einer Reihe von Kettenfäden verwebt wird und eine Lücke oder schlaffe Stelle im Stoff entsteht. Statt über und unter den Ketten in richtiger Reihenfolge zu laufen, schwebt der Schussfaden entweder über mehrere Ketten, ohne sie zu binden, oder die Schussschüsse fallen ganz aus und lassen diese Kettenfäden ungewebt. Das Ergebnis ist eine sichtbare Störung auf der Stoffoberfläche, meist als dünne Horizontallinie oder Vertiefung erkennbar, wo der Schuss das Gewebe hätte sichern sollen.

Scobs reichen von Einzelschuss-Fehlern, bei denen ein Schussschuss ein oder zwei Ketten überspringt, bis zu Mehrschuss-Fehlern über mehrere Zentimeter Stoffbreite. Ein Scob, der nur wenige Kettenfäden betrifft, kann in schwerem Stoff unbemerkt bleiben, ist aber in feinen oder transparenten Geweben sofort sichtbar. Der Fehler unterscheidet sich von anderen Schussfehlern durch die bewusste oder mechanische Natur des Überspringens statt durch einen Fadenbruch.

Scobs entstehen meist durch Maschinenschäden im Schusseintrag-Mechanismus des Webstuhls. Bei Schützenwebstühlen können ein verbogenes Blatt oder eine stumpfe Schützerspitze dazu führen, dass der Schuss mitten im Schuss abweicht. Bei modernen Projektil-, Greifer- oder Luftdüsenwebstühlen sind Fehlausrichtung der Schussführung, blockierte Nadelösen oder Zeitfehler zwischen Schusseintrag und Kettenbewegung typische Ursachen. Verdrehter oder verdickter Schuss erhöht ebenfalls das Risiko, da der verdickte Faden in der Blattöffnung klemmen und über nicht eingefädelte Kettenfäden gezogen werden kann.

Die Vorbeugung konzentriert sich auf ein gerades Blatt, Kontrolle auf Unebenheiten an Schützerspitzen oder Führungen und präzise Zeitsynchronisation zwischen Schusseintrag-Vorrichtung und Hauptantrieb des Webstuhls. Regelmäßige Überprüfung der Kettenspannung und der Schussfachöffnung verringert das Risiko, dass der Schuss sein Ziel verfehlt.

Kontrollpersonal erkennt Scobs bei der Stoffprüfung durch Gegenlichtbetrachtung und Abtasten der Stoffoberfläche mit der Hand, um Unterbrechungen zu erspüren. Je nach Stoffqualität und Markt kann ein einzelner Scob das Stück unverkäuflich machen und erfordert entweder sorgfältige Handausbesserung oder Einstufung als Ausschuss zweiter Wahl.

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