Scuffle
Englisch: scuffle
Die Bodenoberfläche bearbeiten zum Unkrautjäten und ähnlichen Arbeiten.
Scharrarbeit: flaches Hacken zum Unkrautvernichten und Krumstenbrechen
Scharrarbeit ist das Bearbeiten nur der obersten 2 bis 5 cm Boden, üblicherweise mit einer flachblättrigen Scharhacke oder Stielharke, um kleine Unkräuter auszureißen und die Bodenkruste zu brechen, die sich nach Regen oder Bewässerung bildet. Das Werkzeug schneidet knapp unter der Oberfläche, ohne den Boden umzuwenden oder tief vergrabene Samen hochzubringen. Das macht es zu einer schnellen und flachen Alternative zur vollständigen Bodenbearbeitung.
Eine Scharhacke (auch Holländer oder Schiebehacke genannt) hat eine flache rechteckige Klinge, die in flachem Winkel auf einem langen Stiel sitzt. Der Benutzer schiebt und zieht das Werkzeug vor und zurück, wobei die Klinge durch die lockere oberste Schicht schneidet. Das funktioniert am besten bei mittlerer Bodenfeuchtigkeit, fest genug, um die Klinge zu stützen, aber weich genug, damit Unkräuter ohne zu zerreißen freikommen. Der Zeitpunkt ist entscheidend: Scharrarbeit in nassem Ton verklebt und verschmiert; in knochentrockenem Boden können Unkrautwurzeln unter der Oberfläche abgebrochen werden, was ein Nachwachsen ermöglicht.
Scharrarbeit ist in den ersten vier bis sechs Wochen nach der Kulturauffindung am sinnvollsten, wenn Unkräuter noch klein und flachwurzelnd sind. Es geht schneller und billiger als Handunkrautbekämpfung über ein großes Feld, und da nur die obere Schicht gestört wird, wird die Freisetzung begrabener Unkrautsamen minimiert, die sonst keimen könnten. Viele Anbauer führen Scharrarbeit zwischen den Gemüsereihen in Beeten und um junge Pflanzen durch, wo tiefere Bodenbearbeitung die Wurzeln beschädigen könnte.
Der Begriff kommt von der scharrenden oder schiebenden Bewegung der Klinge über den Boden. Im Gegensatz zum Pflügen, das den Boden wendet, oder zur Egge, die Schollen bricht, ist Scharrarbeit rein oberflächlich. In Bio- und Niedriginputsystemen bleibt Scharrarbeit ein wichtiges Werkzeug, weil es Herbizide vermeidet und alle zehn bis vierzehn Tage wiederholt werden kann, wenn neues Unkraut aufläuft, wobei die Arbeitskosten jedoch oft weniger Gänge diktieren als ideal wäre.