gesetzt
Englisch: seated
Von einem Damenrock: durch häufiges Sitzen gedehnt und an den Gesäßpartien ausgeleiert.
Sitzfalten: wenn Stoff durch wiederholtes Sitzen die Form verliert
Ein Rock mit Sitzfalten ist einer, der sich im Bereich des Sitzes und der Oberschenkel dauerhaft gedehnt und durchgehangen hat und seine ursprüngliche Passform und seinen Fall verloren hat. Dies geschieht, weil die Fasern des Stoffes, besonders bei Naturfasern wie Baumwoll- oder Wollmischungen, durch das Körpergewicht beim Sitzen wiederholt beansprucht und zusammengedrückt werden. Die elastische Rückstellfähigkeit des Materials lässt mit der Zeit nach und hinterlässt einen Bereich, der bauchig wirkt, manchmal mit Glanzstellen, und der sich selbst nach dem Waschen oder nach dem Tragen des frischen Kleidungsstücks nicht zu seinen ursprünglichen Abmessungen zurückbildet.
Das Problem ist am deutlichsten bei eng anliegenden Röcken aus mittelmäßig stabilen Stoffen. Schwerere Denims oder strukturierte Wolle widerstehen Sitzfalten besser, weil ihre dichtere Bindung und höhere Fadenspannung die Druckbelastung besser aushält. Dagegen entwickeln leichte Leinen, dünne Baumwollmischungen und dehnbare Materialien, die zu bleibender Verformung neigen, sehr schnell Sitzfalten. Spandex-lastige Stoffe erholen sich manchmal teilweise nach einer Ruhephase, aber der Schaden ist normalerweise dauerhaft, sobald der Stoff vollständig erschlafft ist.
Sitzfalten stehen in direktem Zusammenhang mit der Fasergewinnung, einer Eigenschaft, die nach standardisierter Stressbelastung in Prozent gemessen wird. Ein Stoff mit schlechter Rückstellfähigkeit, das heißt, der nicht in seine Form zurückspringt, nachdem er gezogen oder zusammengedrückt wurde, entwickelt innerhalb von Wochen regelmäßiger Benutzung Sitzfalten. Qualitätshersteller testen dies, bevor sie den Stoff zuschneiden, und Bekleidungsdesigner berücksichtigen dies durch den Einsatz von strukturierter Einlage im Sitzbereich oder durch das Zuschneiden von Röcken mit leichtem Übermaß in diesem Bereich, um die unvermeidliche Entspannung auszugleichen.
In der Herstellung und Qualitätskontrolle werden Sitzfalten als Mangel an zurückgegebenen Kleidungsstücken erfasst. Der Begriff erscheint in Verschleißtestnormen, bei denen Musterkröcke wiederholten Sitz- und Dehnungszyklen ausgesetzt werden, um vorherzusagen, wie schnell ein Stil dieses Problem in der Praxis zeigt. Stoffmühlen, die an Bekleidungshersteller verkaufen, geben Rückstellungsquoten an, und ein Stoff mit einer Rückstellung unter 75 Prozent nach Druckbelastung wird oft für maßgeschneiderte Röcke abgelehnt, kann aber für Freizeit- oder Arbeitsbekleidung akzeptabel sein, bei der die Passformtoleranzen höher liegen.