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Kfz-Technik

Selbstparkanlage

Englisch: self-parking

Sensorgestütztes System, das einem Fahrzeug ermöglicht, automatisch zu parken.

Selbstparken: wenn das Auto die Lenkung in die Parklücke übernimmt

Selbstparken ist ein aktives Fahrerassistenzsystem, das die Lenkbewegungen automatisiert, die nötig sind, um ein Fahrzeug in eine Parklücke zu positionieren, egal ob parallel, senkrecht oder schräg. Der Fahrer startet das System normalerweise, das dann mit Ultraschall- oder kameragestützten Sensoren die Grenzen der Lücke erkennt, den erforderlichen Lenkwinkel und die Radbewegungen berechnet und das Manöver ausführt, während der Fahrer Gas und Bremse bedient oder in manchen Systemen sowohl Lenkung als auch Beschleunigung kontrolliert.

Das System verlässt sich auf ein Sensornetz aus normalerweise vier bis acht Ultraschallwandlern in den vorderen und hinteren Stoßfängern, ergänzt zunehmend durch Rundum-Kamerasysteme. Diese Sensoren erstellen eine Echtzeitkarte von nahegelegenen Hindernissen und messen den seitlichen Abstand zu Bordsteinen, parkenden Fahrzeugen oder Wänden. Das Steuergerät des Fahrzeugs berechnet, ob eine Lücke breit genug zum sicheren Parken ist, wobei normalerweise das 1,2- bis 1,5-fache der Fahrzeugbreite erforderlich ist, je nach System und Parkwinkel. Sobald die ausreichende Größe bestätigt ist, befiehlt das System dem Lenkaktor, die Räder in genaue Winkel zu drehen, während der Fahrer oder die automatische Kontrolle Gas und Bremsendruck aufbringt.

Die Automatisierung des Parallelparkens entstand Mitte der 2000er Jahre und bleibt die verbreitetste Variante. Senkrechtes (frontal) und schräges Parken kamen später, als die Rechenleistung und Sensordichte zunahmen. Moderne Systeme arbeiten mit der Automatikgetriebe-Steuerung zusammen und ermöglichen in manchen Fahrzeugen vollautomatisches Fahren, doch regulatorische und Haftungsgründe sorgen dafür, dass die meisten Serienysteme den Fahrer immer noch zur Bedienung von Gas und Bremspedal verpflichten. Einige Premium-Fahrzeuge bieten jetzt Fernparken an, bei dem der Fahrer das Fahrzeug verlässt und das Manöver per Smartphone oder Funkschlüssel kontrolliert.

Selbstparken scheitert am häufigsten in schlecht definierten Lücken, in denen die Sensorreflektion unzuverlässig ist: enge Lücken zwischen SUVs mit unregelmäßigen Umrissen, Lücken neben Metallpollern oder unebener Betondecke, oder Umgebungen mit großer Sensorabschattung. Schnee oder gefrorene Verschmutzung können die Raumdimension vollständig verdecken. Das System hat auch Schwierigkeiten mit Lücken, die unter der Mindestbreite liegen, oder wenn Hindernisse ungewöhnlich angeordnet sind, wie etwa ein von einem parkenden Auto vorstehender Fahrradständer. Firmware-Fehler und Sensorkalibrierung-Drift führen gelegentlich zu erratischem Lenkverhalten.

Die Funktion steht zwischen Komfort und Haftung. Versicherungs- und Rechtsfragen sind noch ungeklärt, wenn automatische Lenksysteme Schäden verursachen, und viele Nutzer sind trotz verbesserter Zuverlässigkeit skeptisch. Hersteller vermarkten Selbstparken aggressiv in dicht besiedelten Städten; die Nachfrage ist deutlich geringer in Regionen mit reichlich Parkplatzangebot. Die Technologie entwickelt sich weiterhin zu engeren Platztoleranzen und autonomerer Kontrolle über das komplette Manöver, doch echtes fahrerloses Parken in unstrukturierten Umgebungen ist derzeit noch nicht möglich.

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