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Elektrotechnik

Selfie

Englisch: selfie

nounElektrotechnikinformal

Fotografisches Selbstporträt, besonders eines, das manuell mit einer kleinen Kamera oder einem Mobiltelefon aufgenommen wurde, ohne Timer oder Stativ.

Selfie: das Selbstporträt, das die Baudokumentation verändert hat

In der Elektrotechnik und Feldarbeit ist ein Selfie ein Foto, das ein Techniker von sich selbst auf einer Baustelle macht, normalerweise mit der Smartphone-Kamera auf Armlänge oder auf einem Selfie-Stick montiert. Anders als beiläufige Social-Media-Selfies dienen diese als zeitgestempelte, geotaggte Nachweise für Arbeitsabschluss, Sicherheitskonformität oder Gerätezustand. Sie sind zur Standarddokumentation in Inbetriebnahmebericht, Wartungsprotokollen und Inspektionsunterlagen bei Energieversorgungsunternehmen, erneuerbaren Energien, Telekommunikation und Industrieanlagen geworden.

Die informelle Natur des Selfie-Formats macht es schneller als die Planung professioneller Baufotografien. Ein Techniker kann sich selbst vor einem Schutzschrankgehäuse nach der Kalibrierung, neben einem neu installierten Transformator oder mit einem Digitalmultimeter in der Hand fotografieren, das eine kritische Messung anzeigt. Die in das Smartphone eingebauten Metadaten, einschließlich Zeitstempel, GPS-Koordinaten und teilweise die Blickrichtung, verleihen dem Dokument Gewicht, ohne dass eine zweite Person oder bewusste Vorbereitung erforderlich ist. Viele Auftragnehmer fordern jetzt Selfies als Nachweis dafür, dass eine bestimmte Person an einem bestimmten Datum an einem bestimmten Ort gearbeitet hat.

Praktische Grenzen und Zuverlässigkeit

Selfies auf der Baustelle funktionieren am besten unter ausreichender Beleuchtung und auf Baustellen, wo keine Gefahr durch Lichtbogenblitzschlag oder explosive Atmosphären besteht. In elektrischen Umspannwerken oder Hochspannungsbereichen können Selfies eingeschränkt oder verboten sein, da der Techniker sich positionieren muss, um das Foto zu rahmen, was die Exposition gegenüber elektrischen Gefahren möglicherweise erhöht. Darüber hinaus können Selfies unter schlechten Bedingungen, mit Blendung auf dem Smartphone-Bildschirm oder in ungünstigen Winkeln aufgenommen, als Nachweis unzureichend sein, wenn Details der Arbeit neben dem erkennbaren Gesicht des Technikers nicht deutlich sichtbar sind.

Der Begriff kam ungefähr in den 2010er Jahren in den Wortschatz der Elektrotechnik, als Smartphones auf Baustellen allgegenwärtig wurden. Er ersetzte ältere behelfsmäßige Methoden zur Personalidentifikation auf Arbeitsfotografien, beispielsweise das Halten einer handschriftlichen Beschriftung oder Datumskarte. Einige Unternehmen legen jetzt Selfie-Protokolle in ihren Dokumentationsstandards fest und definieren die erforderliche Rahmung, Hintergrunddetails und Bildauflösung, um die Zulässigkeit in Konformitätsprüfungen oder Streitbeilegungsverfahren zu gewährleisten.

Selfies ersetzen keine formalen Messdaten, Schaltpläne oder Testbescheinigungen. Vielmehr dienen sie als leicht verständliche, schnell zu erstellende Gegenprobe, die eine Person, eine Aufgabe und einen Zeitpunkt miteinander verbindet. In verteilten Teams und bei ferngesteuerten Inbetriebnahmen kann ein Selfie einem Vorgesetzten schnell bestätigen, dass ein Techniker am richtigen Ort angekommen ist und die richtige Arbeit begonnen hat, um die Lücke zwischen Arbeitsaufträgen und der physischen Realität zu überbrücken.

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