gebrochen
Englisch: shaken
Von abgebautem Gut wie Kohle oder Erz: in Stücke zerteilt.
aufgelockert: Erz durch Sprengstoff oder mechanische Kraft zerbrochen
Aufgelockiertes Erz oder Kohle ist durch kontrollierte Sprengungen, mechanische Bruchbeanspruchung oder die Belastung beim Abbau selbst in kleinere Stücke zerbrochen worden. Das Ziel ist nicht Pulver oder feiner Staub, sondern Bruchstücke in einer Größe, die für die nächste Verarbeitungsstufe, das Laden oder den Transport geeignet ist. Ein aufgelockierter Erzkörper reicht typischerweise von faustgroßen Brocken bis zu Kies, je nach Lagerstätte und angewandtem Abbauverfahren.
Der Begriff spiegelt die physikalische Realität wider, wie Gestein unter plötzlicher Belastung reagiert. Sprengstoff oder Schlagwerkzeuge geben Energie ab, die sich durch die Gesteinsmasse ausbreitet und das Gestein entlang natürlicher Bruchflächen und Korngenzen aufbricht. Das Ergebnis sind unregelmäßige, kantige Bruchstücke statt der glatten Oberflächen, die ein Sägeschnitt hinterlassen würde. Aufgelockiertes Material unterscheidet sich von zerkleinertem Erz (das absichtlich pulverisiert wird) und von anstehendem Gestein (das noch nicht vom umgebenden Gesteinskörper getrennt wurde).
Untertagebetriebe erreichen aufgelockierte Verhältnisse durch Sprengbeaufschlagung: Ladungen in Bohrlöchern zerbrechen das umgebende Gestein in einer kontrollierten Zone. Tagebaubetriebe nutzen ähnliche Verfahren, wobei größere Sprengmuster und längere Lochabstände die Energie über größere Flächen verteilen. Oberflächenauflockerung kann auch durch Senkungen, Vibrationen beim Maschinenbetrieb oder sogar spontane Druckentlastung beim Abbau tieferer Schichten entstehen.
Im Kohlebergbau entsteht aufgelockierte Kohle nach dem Unterschneiden und Sprengen der Flözfront und erzeugt das lockere Material, das in Sammelvorrichtungen fällt. Qualitätskontrolle ist hier wichtig, weil übergroße Bruchstücke Förderband und Klassieranlagen verstopfen, während übermäßige Feinstücke (Pulver) das Produkt verunreinigen und Staubgefahren schaffen. Der Auflockerungsgrad wirkt sich sowohl auf die Geschwindigkeit als auch auf die Kosten der nachfolgenden Handhabung aus.
Das Wort selbst ist prägnant: etwas ist losgerüttelt worden. Es erscheint in Grubenakten, Fördererspezifikationen und Anforderungen für Zerkleinerungsanlagen, immer als Zustandsbeschreibung statt als Prozessname. Arbeiter unterscheiden zwischen aufgelockiertem Material, das zum Laden bereit ist, teilweise aufgelockerten Lagerstätten, die weiterer Bearbeitung bedürfen, und festgehaltenem Material, das sich trotz Sprengbemühungen nicht brechen lässt.