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Industrieelektronik

SMD

Akronym für Surface-Mounted Device (oberflächenmontiertes Bauelement).

SMD: eine Komponente, die flach auf die Platine gelötet wird

Ein SMD ist eine elektronische Komponente, die direkt auf der Oberfläche einer Leiterplatte (PCB) gelötet wird, anstatt durch Bohrungen in die Platine gesteckt zu werden. Die Anschlüsse oder Terminals des SMD sitzen auf Lötpads, die auf der Platinoberfläche aufgedruckt sind, und die Komponente wird durch geschmolzenes Lot im Reflow-Prozess befestigt. Dies unterscheidet sich von Durchsteckkomponenten, deren Anschlüsse vollständig durch die PCB führen und auf der anderen Seite gelötet werden.

Die häufigsten SMD-Bauformen sind 0603 und 0805 (Chipwiderstände und Kondensatoren, gemessen in imperial thousandths of an inch), SOIC-8 und SOIC-14 (Small Outline Integrated Circuits mit Anschlüssen an zwei Kanten) und BGA (Ball Grid Array) für Prozessoren und Speicher mit hoher Pin-Anzahl. Ein 0603-Widerstand ist etwa 1,6 mm lang und 0,8 mm breit, ein 0805 ist etwas größer. Diese winzigen Abmessungen ermöglichen es SMDs, deutlich mehr Funktionalität auf weniger Platinenfläche unterzubringen als Durchsteckkomponenten.

SMD-Bestückung wird von Maschinen, nicht von Hand, durchgeführt. Eine Pick-and-Place-Maschine positioniert jede Komponente mit Präzision, und ein Reflow-Ofen heizt das Lot auf etwa 250 Grad Celsius, wobei die Komponente in Sekunden auf dem Pad verschmolzen wird. Die Geschwindigkeit und Wiederholbarkeit dieses Prozesses machen die SMD-Fertigung bei hohen Stückzahlen günstiger, wobei die Rüstkosten erheblich sind. Die Reparatur ausgefallener Komponenten erfordert Heißluft-Rework-Stationen oder Wellenlöten; das Ablöten eines einzelnen 0603-Kondensators zu seinem Austausch erfordert Geschick und spezielle Ausrüstung.

Warum SMD dominiert und wo Durchstecktechnik überlebt

Seit den 1980er Jahren ist SMD zum Standard für moderne Unterhaltungselektronik, Industriesteuerungen und Telekommunikationsgeräte geworden. Die Dichte, die Fertigungsgeschwindigkeit und die automatisierte Prüfung sprechen alle für SMD. Durchsteckkomponenten bleiben jedoch bei Anwendungen unverzichtbar, die mechanische Spannungsentlastung, Hochstromverbindungen oder einfachen Austausch vor Ort erfordern. Netzteile, Steckverbinder und Prototyping-Platinen zum manuellen Löten bevorzugen weiterhin Durchstecktechnik; eine Produktionsstätte arbeitet oft mit beiden Techniken auf verschiedenen Produktlinien oder sogar auf gemischten Platinen.

Die kleine Größe und das flache Profil eines SMD machen es auch anfällig für thermische und Vibrationsfatigue. Kalte Lötverbindungen, verursacht durch unvollständiges Reflow, zeigen sich als schlechter elektrischer Kontakt und intermittierende Fehler. Feuchtigkeitsaufnahme durch bestimmte Verpackungsmaterialien kann unter thermischer Belastung zu Delaminierung führen. Diese Ausfallmuster haben die Einführung von bleifreiem Lot (RoHS-Konformität) vorangetrieben, das höhere Reflow-Temperaturen und strengere Prozessüberwachung erfordert als das traditionelle Zinn-Blei-Lot, das vor den 2000er Jahren verwendet wurde.

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