überlagern
Englisch: step on
Eine andere Übertragung auf der gleichen Frequenz unterbrechen, überlagern oder überlagern.
überfahren: ein Funksignal durch stärkere Ausstrahlung unkenntlich machen
Eine Übertragung überfahren bedeutet, auf der gleichen Frequenz mit ausreichender Leistung zu senden, um ein anderes Signal für Empfänger unverständlich zu machen. Das stärkere Signal dominiert den Kanal und blockiert oder verschlechtert das schwächere Signal praktisch. Das passiert am häufigsten in Funksystemen, wo mehrere Nutzer das gleiche Frequenzband nutzen, ob in Mobilfunknetzen, Luftfahrtkommunikation, Amateurfunk oder Landfunkdiensten.
Das Phänomen tritt auf, weil Funkempfänger eine begrenzte Selektivität und Empfindlichkeit haben. Wenn zwei Signale auf der gleichen Frequenz einen Empfänger erreichen, erfasst das stärkere Signal den Demodulator des Empfängers und unterdrückt das schwächere. Bei analogen FM-Systemen kann dieser Capture-Effekt nahezu vollständig sein und macht die schwächere Übertragung fast völlig unhörbar. Bei digitalen Systemen hängt der Effekt vom spezifischen Modulationsverfahren und der Fehlerkorrektur ab, aber eine Verschlechterung des Signal-Rausch-Verhältnisses tritt immer auf.
Häufige Szenarien und Ursachen
Überfahren geschieht unbeabsichtigt, wenn ein Nutzer sendet, während ein anderer bereits auf der Frequenz aktiv ist, besonders in Systemen ohne ordentliche Kanalüberwachung oder Senkezucht. Es tritt auch auf, wenn ein entfernter Sender mit hoher Leistung versehentlich einen lokalen Nutzer mit niedriger Leistung stört. Bei Rettungsdiensten und in der Luftfahrt ist Überfahren ein ernstes Betriebsrisiko, das kritische Kommunikation verzögern kann. Manche Funksysteme mildern das durch Squelch-Schaltungen, die das Senden verhindern, wenn sie einen Träger erkennen, aber das ist nicht ausfallsicher.
Der Begriff spiegelt die physische Aktion wider: Sie drücken ein bestehendes Signal nieder oder dominieren es. Ein anderes Signal eines Nutzers beabsichtigt zu überfahren gilt als schlechte Funkpraxis und ist bei reglementierten Funkdiensten verboten. Im Amateurfunk kann das zu Beschwerdemeldungen bei den Behörden führen. Professionelle Funkbetreiber werden trainiert, Kanäle zu überwachen und auf klare Bedingungen zu warten, bevor sie senden.