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Englisch: storm
Saatgut oder Heu vor Sturmwetter schützen, indem man die Garben in kleine Schober aufstellt.
Storm: Heu gegen Witterungsschäden zu Schobern aufstellen
Storm bedeutet, frisch geschnittenes Heu oder Samenheu in kleine, kompakte Stapel, sogenannte Schober oder Schauben, zu sammeln und so anzuordnen, dass sie während der Trocknung vor Regen und Wind schützen. Die Methode bewahrt die Ernte davor, flach gedrückt, verwickelt oder durch starken Regen oder Wind fortgespült zu werden, bevor das Heu trocken genug zum Pressen oder Dreschen ist.
Das Verfahren erfordert, Garben aufrecht hinzustellen und sie so zusammenzulehnen, dass sie ein Zelt- oder Kegeldach bilden, typischerweise vier bis acht Garben pro Schober, je nach Stängeldicke und örtlicher Gewohnheit. Samenheu, bei dem die Samenstände intakt bleiben müssen, ist während der Trocknung besonders anfällig für Witterungsschäden. Durch das Aufstellen zu Schobern bleiben diese Samenstände erhöht und der Luftzirkulation ausgesetzt, während sie gleichzeitig vor Spritzwasser und Regendurchnässung geschützt sind.
Storm unterscheidet sich davon, Heu einfach in Schwaden oder Haufen abzulegen. Ein richtig aufgestellter Schober hat eine innere Struktur, die Luftzirkulation ermöglicht, während die äußeren Garben wie Dachziegel Wasser abweisen. Die Basis wird oft leicht verbreitert, um zu verhindern, dass die Schober im Wind umkippen, und sie haben ausreichend Abstand zueinander, sodass eine Person zwischen ihnen hindurchgehen kann, um den Trocknungsfortschritt zu kontrollieren.
Zeitpunkt und regionale Anwendung
Die Methode ist am häufigsten in kälteren oder maritimen Klimazonen anzutreffen, wo die Heutrocknung langsam vorangeht und plötzliche Nässe häufig ist. Sie ist in ariden Regionen weniger verbreitet, wo Heu schnell in Sonne und Wind trocknet. Der Begriff ist eher dialektal, besonders in Teilen Schottlands, Nordenglands und traditionellen Heumachregionen Nordeuropas gebräuchlich, wenngleich die praktische Anwendung älter ist als die Bezeichnung selbst.
Das Aufstellen zu Schobern muss zeitlich sorgfältig geplant werden. Zu nass geschnittenes Heu verschimmelt im Schober; zu trocken geschnittenes Heu führt zu Blattverlusten und Qualitätsverlust. Die Entscheidung zum Aufstellen hängt von der Wettervorhersage, der Luftfeuchte, der Stängeldicke und der verfügbaren Zeit bis zum Einsatz der Ballenpresse ab. Sobald das Heu die richtige Feuchte erreicht hat (typischerweise 15 bis 20 Prozent zum Pressen), werden die Schober wieder auseinander gezogen und zum Trocknen ausgebreitet, oder sie gehen direkt zur Ballenpresse.