Stookbinder
Englisch: stooker
Eine Person, wie ein Kleinbauer oder Landarbeiter, die Garben zu Garbenmieten (Schobern) sammelt.
Stooker: der Arbeiter, der geschnittenes Getreide zu stehenden Schiebern bindet
Ein Stooker ist ein Landarbeiter, dessen Aufgabe darin besteht, geschnittene Getreidehalme zu sammeln, sie in Bündel zu binden und diese Bündel aufrecht auf dem Feld zum Trocknen aufzustellen. Die Bündel selbst werden Stooks oder Shocks genannt und bestehen typischerweise aus Getreideschiebern (Weizen, Gerste, Hafer oder Roggen), die in Zelt- oder Pyramidenform aneinander gelehnt werden. Diese Arbeit folgt dem Mäher oder Binder durch das Feld und wandelt loses oder locker gebündelte Ernte in organisierte Einheiten um, die zum Dreschen bereit sind.
Die Arbeit wurde während der Ära der mechanischen Bindemaschinen systematisiert, etwa ab den 1880er Jahren. Ein Stooker sammelte die von einer Getreidebindemaschine ausgestoßenen Schieber auf, trug sie armweise zu einer aufrechten Position und ordnete sie so an, dass sie sich gegenseitig lehnen, mit den Ähren nach oben. Ein gut geformter Stook könnte 12 bis 16 Schieber enthalten, je nach Bestandsdichte und Halmen pro Schieber. Das Tempo und die Platzierung durch den Stooker beeinflussten direkt die Feldleistung: schlechtes Stooking bedeutete verschwendete Zeit für Drescher, Körner, die während des Trocknens auf den Boden fielen, oder erhöhte Witterungsschäden.
Varianten und Kontext
Stooking war ein etablierter Beruf auf gemischten Farmen in Nord- und Mitteleuropa sowie Nordamerika bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. In einigen Regionen wurde der Begriff "Stocker" austauschbar verwendet. Die Arbeit erforderte Urteilsvermögen bezüglich Wetter, Bodenfeuchtigkeit und Getreidereife; zu lange stehende Stooks riskierten Schimmel und Lager, während zu frühes Einbringen unvollständiges Trocknen bedeutete. Stooker arbeiteten in Teams auf großen Feldern, oft saisonal während der Ernte eingestellt. Die Rolle nahm nach den 1950er Jahren mit der Einführung von Mähdreschern stark ab, die die Notwendigkeit separater Bind- und Schockphasen überflüssig machten.
Der Begriff stammt vom Nomen "Stook" selbst, das skandinavische Wurzeln hat (altnordische und mittelniederlandische Verwandte erscheinen im Getreidewortschatz Nordeuropas). Ein Stooker war ursprünglich einfach "einer, der Stooks macht", in der gleichen Wortbildung wie "Stoker", "Docker" oder "Miller". Das Wort bleibt in landwirtschaftlichem Erbe und Dialekt erhalten, besonders in Großbritannien und Teilen Nordamerikas, obwohl der Beruf aus der modernen Landwirtschaft nahezu verschwunden ist.