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Industrieelektronik

Unterkomponent

Englisch: subswitch

Ein einfacherer Schalter, der Teil eines komplexeren Schalters ist und in Telefonzentralen oder bei der Datenvermittlung verwendet wird.

Subswitch: ein untergeordneter Schalter innerhalb eines übergeordneten Schaltsystems

Ein Subswitch ist ein sekundäres Schaltelement, das unter der Kontrolle eines primären oder übergeordneten Schalters in einem größeren Schaltnetz arbeitet. Der Subswitch trifft keine unabhängigen Entscheidungen über Vermittlungs- oder Datenrouting, sondern führt Befehle einer übergeordneten Steuereinheit aus und kümmert sich um die tatsächliche Verbindung einzelner Leitungen oder Schaltungen zu ihren Zielen. Diese Architektur ermöglichte es Telefonvermittlungsstellen und frühen Datenroutingsystemen, effizient zu skalieren, indem die Intelligenz (Routing-Logik) von der Ausführung (Herstellung der physikalischen oder elektrischen Verbindungen) getrennt wurde.

In Telefonvermittlungsstellen verarbeitete ein Subswitch typischerweise eine kleinere Teilmenge von Teilnehmern oder Fernleitungen, etwa 100 bis 500 Leitungen, während ein übergeordneter Schalter mehrere Subswitches koordinierte, um Tausende von Verbindungen zu verwalten. Der übergeordnete Schalter bestimmte, wohin ein Anruf geleitet werden musste, und signalisierte dann dem entsprechenden Subswitch, die Leitung des Anrufers physisch mit der ausgehenden Fernleitung oder mit einem anderen Subswitch zu verbinden, der ins größere Netz führte. Dieses hierarchische Design reduzierte die Komplexität und Kosten jeder einzelnen Schaltereinheit und machte es einfacher, die Kapazität zu erweitern, indem weitere Subswitches unter derselben übergeordneten Kontrolle hinzugefügt wurden.

Elektromechanische und elektronische Varianten

Frühe Subswitches waren elektromechanisch und verwendeten Schritt- oder Kreuzschienensysteme mit Elektromagneten zum Öffnen und Schließen von Kontakten. Mit dem Wachstum der Telekommunikationsnetze ersetzten elektronische Subswitches mit Relaismatrizen, später Transistor-Arrays und integrierten Schaltkreisen die mechanischen Ausführungen. In der Datenvernetzung wurde das Prinzip in Paketvermittler und Router übernommen, wo eine Schaltstruktur mit hoher Kapazität (die Subswitch-Funktion) Pakete entsprechend Routing-Entscheidungen eines Steuerprozessors (die übergeordnete Funktion) weiterleitet.

Fehler in einem Subswitch konnten alle an ihn angeschlossenen Leitungen beeinträchtigen, daher war Redundanz in großen Vermittlungsstellen kritisch. Der Verlust der Steuersignalisierung zwischen übergeordnetem Schalter und Subswitch würde alle unter diesem Subswitch arbeitenden Verbindungen lahmlegen, daher verwendeten Telefonvermittlungsstellen normalerweise mehrere Steuerungspfade und automatische Fallback-Schemata. Ähnliche Überlegungen gelten für moderne Netz-Switches, wo ein fehlerhaftes Weiterleitungsmodul (konzeptionell ein Subswitch) automatische Umleitung des Datenverkehrs über benachbarte Module auslösen kann.

Der Begriff Subswitch ist in der Telefonie inzwischen historisch und wurde durch spezifischere moderne Bezeichnungen wie Line Card, Switching Fabric oder Forwarding Module ersetzt. Das Konzept bleibt jedoch grundlegend für jedes große Schalt- oder Routingsystem, das die Steuerungslogik von der Schaltausführung trennt, und das Wort wird noch immer in technischer Fachliteratur zu Legacy-Systemen und in Lehrtexten zur Netzwerkarchitektur angetroffen.

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