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Zimmerei

Tabling

Englisch: tabling

Das Verbinden von Holzteilen durch abwechselnde Kerben oder Vorsprünge, wie im Schiffbau; eine einfache Form der Schwalbenschwanzverbindung.

Dübelverbindung: verzahnte Holzverbindungen für Schiffsrumpf und Spanten

Die Dübelverbindung ist ein Verfahren zum Verbinden zweier Holzstücke durch Schneiden von abwechselnden Kerben oder Vorsprüngen in ihre Auflageflächen und anschließendes Ineinandergreifen, sodass die Holzfasern sich gegenseitig gegen Querbeanspruchung abstützen. Im Schiffbau war dies vor der Einführung moderner Befestigungsmittel die Standardmethode zum Verbinden von Planken mit Spanten und Spanten mit Kielen. Die Verbindung funktioniert, weil jeder Vorsprung direkt auf der Gegenfläche aufliegt und Holz dem Druck entlang der Faserrichtung wirksam widersteht.

Das Verfahren besteht darin, beide Holzstücke mit einer Reihe von rechteckigen Schnitten zu versehen, üblicherweise in Abständen von 30 bis 45 Zentimetern je nach Holzquerschnitt und zu erwartenden Lasten. Ein Holzstück erhält vorstehende Finger, das andere passende Ausnehmungen. Die Teile werden dann zusammengetrieben oder eingefügt, sodass die Finger vollständig in die Nuten eindringen. Für eine passgenaue Verbindung ist Handarbeit mit dem Meißel erforderlich, um an der ganzen Tiefe jedes Verbindungssegments durchgehend enge Kontakte zu erreichen.

Varianten und Anwendung

Zimmerer fertigten mehrere Ausführungen an: einfache rechteckige Dübelverbindungen für längsgerichtete Fugen und abgestufte oder winklige Verbindungen, wo Planken auf Spanten trafen, die unter Winkeln zusammenkamen. Schiffszimmerleute behielten sie hauptsächlich für primäre Konstruktionsarbeiten vor, besonders wo Planken auf Spanten auflagen und die Verbindung sowohl Zug- als auch Scherkräfte aufnehmen musste. Der hohe Arbeitsaufwand führte dazu, dass sie im Handelsbau weniger häufig auftrat als im Marineschiffbau, wo die überlegene Festigkeit die zusätzliche Arbeit rechtfertigte.

Die Dübelverbindung unterscheidet sich von der Schwalbenschwanzverbindung dadurch, dass die Vorsprünge rechteckig und nicht trapezförmig sind und der Abstand gröber ausfällt. Im Gegensatz zu einfachen Stoßfugen oder Überlappstoßverbindungen verteilt die Dübelverbindung die Last auf mehrere Auflagepunkte, was das Reißen und Spalten bei großen Hölzern, die saisonalen Feuchteauswirkungen ausgesetzt sind, verlangsamte. Getrocknetes Holz schwindet am meisten entlang der Jahrringe; der unterbrochene Kontakt in Dübelverbindungen konnte diese Bewegung besser aufnehmen als ständiges flächiges Verleimen.

Der Begriff hält sich in der modernen Holzrahmenbauweise und in der Holzbautechnik-Fachliteratur, obwohl die Praxis nach den 1920er-Jahren weitgehend verschwand, als eisen- und stahlerne Befestigungsmittel kostengünstig und zuverlässig wurden. Schiffszimmerleute, die zu genietetem Stahlschiffbau übergingen, benötigten die mechanische Holz-zu-Holz-Verzahnung nicht mehr. Heute erscheint die Dübelverbindung hauptsächlich bei der Instandsetzung historischer Schiffe und in der Ausbildung traditioneller Handwerke, wo sie nach wie vor geschätzt wird für ihre Möglichkeit, ohne Metallbefestigungen auszukommen, und für ihre Transparenz, die Bewegungen des Holzes selbst zulässt.

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