Tang
Englisch: tang
Zwei Metallgegenstände laut aneinander schlagen, um einem Bienenschwarm das Landen zu signalisieren, damit er vom Imker eingefangen werden kann.
Tang: Metallisches Geklirr zur Beruhigung eines Bienenschwarms
Tanging ist das Verfahren, Metallgegenstände, üblicherweise Töpfe oder Kessel, mit lautem wiederholtem Geklirr gegeneinander zu schlagen, um einen Bienenschwarm zum Landen und Zusammenballen zu bewegen. Wenn ein Volk sich teilt und den Bienenstock verlässt, fliegen die Bienen als lockerer Verband umher und suchen nach einem neuen Zuhause. Der anhaltende Lärm scheint ihre Navigation zu unterbrechen oder Sicherheit zu signalisieren, wodurch sie auf einem nahen Ast oder Gegenstand landen, wo der Imker sie in einem Bienenstock oder einer Bienenbeute einfangen kann.
Die Vorgehensweise ist einfach: Der Imker erzeugt anhaltenden, lauten Metallklang, indem er zwei Gegenstände wiederholt aneinanderschlägt, während er nahe oder unter dem Flugtrag des Schwarms steht. Der Lärm muss laut genug sein, um Bienen in der Höhe, üblicherweise 30 bis 50 Fuß, zu erreichen, und mehrere Minuten lang andauern. Zinn, Messing oder Eisengegenstände funktionieren gut; das Ziel ist Lautstärke und Klarheit statt musikalischer Ton. Haushaltsgefäße, alte Pfannen oder speziell angefertigte Tanging-Geräte erfüllen alle den Zweck.
Warum Tanging tatsächlich funktioniert
Die anerkannte Erklärung ist, dass der Lärm die Piepsignale nachahmt, die die Königin im Bienenstock erzeugt, oder dass er Orientierungsreize maskiert, die Bienen nutzen, um die Formation zu halten. In jedem Fall brechen Schwärme, die Tanging hören, ihr Flugmuster oft innerhalb von Minuten ab und landen. Erfolg ist nicht garantiert und hängt von der Schwarmgröße, dem Wind und davon ab, wie lange die Bienen gerade den Bienenstock verlassen haben. Manche Schwärme ignorieren Tanging vollständig; andere landen so schnell, dass der Imker hastig Ausrüstung positionieren muss.
Tanging ist mittlerweile in der kommerziellen Bienenzucht weitgehend überholt, wo Schwärme vorhergesehen, durch Bienenstockmanagement verhindert oder von geschultem Personal mit Netzen und Ausrüstung gefangen werden. Das Verfahren bleibt hauptsächlich in der kleinteiligen und traditionellen Imkerei lebendig und als erkennbares Bild der ländlichen Bienenzuchtkultur. Der Begriff selbst ist veraltet und findet sich eher in Imkerliteratur und mündlicher Überlieferung als in modernen Praxishandbüchern. Moderne Imker greifen eher auf Schwarmfallen, Pheromon-Lockstoffe oder sorgfältiges Volksteilen zurück, um die Vermehrung zu steuern.