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Messtechnik und Prüfung

Terasekunde

Englisch: terasecond

SI-Einheit der Zeit gleich 10¹² Sekunden. Symbol: Ts; entspricht etwa 31709,8 Jahren.

Terasekunde: eine Billion Sekunden, auf der Erde selten nützlich

Eine Terasekunde sind 1012 Sekunden, also etwa 31.710 Jahre. Sie sitzt am oberen Ende der SI-Zeiteinheiten, zwischen der Gigasekunde (109 Sekunden, ungefähr 32 Jahre) und der Petasekunde (1015 Sekunden). Das Symbol ist Ts. In der metrologischen Praxis erscheint die Terasekunde fast ausschließlich in theoretischen Zusammenhängen: bei Zeitskalen für radioaktiven Zerfall, astronomischen Ereigniszyklen oder Klimamodellierungen, die sich über geologische Epochen erstrecken.

Die Terasekunde hat keine praktische Bedeutung bei industriellen Messungen oder Inspektionen. Die meisten Geräte arbeiten im Bereich von Sekunden, Mikrosekunden, Millisekunden oder im größten Fall Megasekunden (ungefähr 12 Tage). Ein Kalibrierintervall von einer Terasekunde würde bedeuten, dass man ein Messinstrument einmal pro 32 Jahrtausend überprüft; ein Zeitraum, der die schriftliche Geschichte übersteigt. Sie existiert in der SI-Nomenklatur aus Vollständigkeitsgründen, so wie standardisierte Messsysteme alle Größenordnungen erfassen müssen, aber die Industrie verwendet sie nie.

Wo die Terasekunde vorkommt

Sie werden der Terasekunde in der Kern- und Teilchenphysik begegnen, wo Halbwertszeiten bestimmter Isotope in den Billionen von Sekunden reichen. Umweltwissenschaften und Paläoklimatologie nutzen sie bei der Modellierung von Kohlenstoffzyklen oder Rückkopplungseffekten von Eiszeiten. Astronomen beziehen sich gelegentlich auf sie für Bahnzerfallsraten oder die Entwicklung von Supernova-Überresten. Die Metrologie und Inspektionstechnik selbst erzeugen keine Terasekunden-Messungen; Praktiker aus diesen Bereichen lesen vielmehr Spezifikationen oder Forschungsarbeiten, in denen diese Einheit verwendet wird.

Der Begriff folgt der standardmäßigen SI-Benennungskonvention: das Präfix Tera- bezeichnet 1012, abgeleitet vom Griechischen für Monster oder Riese, ursprünglich geprägt zur Erfassung der Sprengkraft von Atomwaffen. Angewendet auf die Sekunde verleiht es der Einheit ihren formalen Status, auch wenn dieser Status in der industriellen Praxis weitgehend zeremoniell bleibt.

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