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Industrieelektronik

TX

Abkürzung für Sender.

TX: das Funksignal oder Datensignal, das hinausgeht

TX steht für Transmitter, das Gerät oder die Schaltung, die ein elektrisches Signal aufnimmt und es nach außen zu einem Empfänger abstrahlt oder leitet. In der Industrie bezieht sich TX fast nie nur auf die physische Box, sondern auf die Sendefunktion selbst, die Datenleitung, die sie trägt, oder das Frequenzband, in dem sie arbeitet. Man hört "die TX ist ausgefallen", wenn die Übertragung fehlgeschlagen ist, oder "TX-Ausgang prüfen", um zu messen, was gesendet wird, nicht wie die Box aussieht.

In Funksystemen bezeichnet TX normalerweise die Sendeantenne, die Leistungsverstärkerstufe oder das modulierte Signal selbst. In der seriellen Kommunikation ist TX der Sendedrach oder der Anschluss, im Gegensatz zu RX (Empfang). Industrielle Steuernetze, drahtlose Mesh-Systeme und Telemetrie nutzen TX, um den ausgehenden Kanal oder Geräteport zu kennzeichnen. Ein Zwei-Weg-Funkgerät hat sowohl TX als auch RX; manche älteren oder einfacheren Systeme haben nur TX.

Bei HF- und Mikrowellenarbeit spezifiziert TX oft nicht nur, dass eine Übertragung stattfindet, sondern auch Frequenz, Leistungspegel oder Modulationsverfahren. Ein 2,4-GHz-TX könnte ein WiFi- oder Bluetooth-Modul sein; ein 900-MHz-TX könnte ein ISM-Band-Industriesensor sein. In Stromversorgungssystemen und Telekommunikation kann TX sich auf Hochspannungsleitungen oder die Sendeseite einer Glasfaserstrecke beziehen. Der Begriff wird auch als Verb verwendet: TX-Daten zu senden bedeutet, sie zu übertragen.

Häufige Ausfallursachen sind Sendeleistungsverlust, Phasendrift in TX-Oszillatoren und Impedanzfehlpassung an der TX-Antenne, die zu Reflexionen und Wärmeerzeugung führt. TX-Schaltungen erzeugen auch Rauschen und Oberschwingungsverzerrungen, wenn sie schlecht abgeschirmt oder vorgespannt sind. In Systemen mit TX und RX auf demselben Gerät oder Kanal sind Übersprechen und Selbstinterferenz Risiken, wenn die Entkopplung unzureichend ist.

Die Abkürzung TX existiert, weil Funk- und Telekommunikationstechnik moderner Computernormung vorausgeht, und kurze Codes sparten Platz auf Schaltplänen, Beschriftungen und Anzeigefeldern von Testgeräten. Sie hat sich durchgesetzt, weil es schneller ist, sie auszusprechen und zu schreiben als das ganze Wort, und sie wird sofort von jedem erkannt, der mit Signalen, Netzen oder verteilten Sensoren arbeitet. Mit RX verbunden bildet sie das Vokabular jedes bidirektionalen Kommunikationssystems in der Industrie.

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