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Kfz-Technik

Querlenkerhebel

Englisch: wishbone

Ein Aufhängungsbauteil, das in seiner Form einem Hühnerschlüsselbein ähnelt.

Querlenker: das geschmiedete Verbindungsstück, das das Rad auf und ab bewegen lässt

Ein Querlenker ist ein Aufhängungsarm, fast immer aus Schmiedestahl oder Aluminium-Legierung gefertigt, der die Radnabe oder das Spurstangenauge mit dem Fahrzeugrahmen verbindet. Seine charakteristische Form, an einem Ende schmal und am anderen Ende in zwei Zinken aufgespalten, gibt ihm sowohl seinen Namen als auch seine konstruktive Logik: Die beiden Zinken schrauben sich an weit auseinanderliegenden Punkten am Rahmen fest, während das schmale Ende am Radende schwenkbar gelagert ist. Diese Geometrie ermöglicht es dem Rad, sich vertikal zu bewegen, während es Seiten- und Längskräfte aufnimmt.

Die meisten modernen Fahrzeuge verwenden pro Rad ein Paar Querlenker, übereinander oder nahezu übereinander angeordnet. Der obere Querlenker ist typischerweise kürzer und leichter als der untere. Zusammen regeln sie die Bewegung des Rades in drei Dimensionen: Sie ermöglichen den Verticalverlauf (Federung und Rückfederung), sie begrenzen die horizontale Position des Rades, und sie steuern den Sturz während der Aufhängungsbewegung. Der Winkel zwischen den beiden Querlenkern am Rahmenende beeinflusst unmittelbar, wie sich der Sturz mit der Federwegveränderung ändert, eine Eigenschaft, die als Sturzveränderung bezeichnet wird.

Geometrie und Materialwahl

Die Geometrie des Querlenkers wird durch seine Lagerpunkte und seine Länge bestimmt. Typische untere Querlenker bei Personenwagen liegen zwischen 350 und 500 Millimeter von Achse zu Achse. Die Winkel, in denen die Zinken am Rahmen auftreffen, bestimmen die Rollzentrumshohe der Aufhängung und das kinematische Verhalten des Rades. Schmiedestahl ist Standard in der Serienproduktion, weil er auf genaue Toleranzen gefertigt werden kann und Dauerschwingungszyklen aushält; Aluminium wird in Hochleistungs- und Luxusfahrzeugen verwendet, wo die ungefederte Masse zählt. Gusseisen kommt in älteren Konstruktionen und manchen Lastwagen vor, ist aber spröde und anfällig für plötzlichen Bruch bei Beschädigungen.

Der Ausfall eines Querlenkers tritt typischerweise an der schmalen Stelle auf, wo die beiden Zinken zusammenlaufen, oder an der Kugelgelenkanbindung am Radende. Ermüdungsrisse können sich nach vielen Kilometern Kurvenlauf, Schlaglochschlägen oder Zugbelastungszyklen entwickeln. Ein gerissener Querlenker beeinträchtigt die Aufhängungsgeometrie und kann dazu führen, dass sich das Rad einklappt oder blockiert. Der Austausch ist eine häufige Werkstattaufgabe und erfordert danach in der Regel eine Radausrichtung, weil sich die Aufhängungsgeometrie verschoben hat.

Die Querlenkerkonstruktion wird auch Doppelquerlenker oder A-Arm-Aufhängung genannt, wenn zwei pro Rad verwendet werden, und sie wird oft mit einem Lenker (ein starres Einzelverbindungsstück) verwechselt. Die zweiteilige Struktur des Querlenkers ist sein charakteristisches Merkmal und verleiht ihm überlegene Steifigkeit bei gleichem Gewicht im Vergleich zu einem Einzelarm aus dem gleichen Material.

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