Soundboard: von Resonanzboden zum Mischpult
Bei einem Klavier vibriert er, um den Klang zu verstärken. In der Elektrotechnik ist es eine Schaltung, die ihn steuert.
Für die meisten Menschen ist ein Soundboard die Holzplatte im Inneren eines Klaviers oder einer Gitarre, die die Saitenschwingungen verstärkt. Es ist eine Resonanzkappe, buchstäblich ein physisches Brett, das die akustische Ausgabe formt. Der Begriff existiert in der Musikinstrumentenkonstruktion seit Jahrhunderten.
In der Elektrotechnik und Audioproduktion ist ein Soundboard ein Mischpult: ein Gerät (oder eine Software), das mehrere Audiosignale empfängt, deren Pegel, Klangcharakter und Effekte anpasst und sie in einen oder mehrere Ausgänge kombiniert. Das Pult hat Kanäle für Mikrofone, Instrumente oder Wiedergabegeräte, jeder mit eigenen Fadern, Equalizern und Routing-Kontrollen. Ein Soundboard in diesem Sinne ist das Herzstück eines Aufnahmestudios, einer Live-Sound-Anlage oder einer Rundfunk- oder Fernsehanlage.
Die beiden Bedeutungen sind nicht unabhängig voneinander. Beide handeln grundlegend von Verdichtung und Verstärkung von Schall. Das Holzbrett in einem Klavier wandelt viele kleine Saitenschwingungen in eine lautere akustische Ausgabe um. Das Mischpult nimmt viele separate elektrische Signale und mischt sie zu einer einheitlichen, gestalteten, verstärkten Ausgabe. Die Metapher stammt aus der Akustik und wurde in die Elektronik übernommen, als sich die Mischtechnik im frühen bis mittleren zwanzigsten Jahrhundert entwickelte.
Die elektrische Version wurde dominant, als sich die Audiotechnik als Fachdisziplin etablierte. Rundfunkanstalten, Aufnahmestudios, Veranstaltungsstätten und Fernsehproduktionen brauchten alle Geräte, um mehrere Schallquellen in Echtzeit zu verwalten. Der Name blieb erhalten, weil die Funktion dieselbe war, auch wenn sich die Physik von der mechanischen Resonanz zu elektrischen Mischschaltungen und später zu digitaler Signalverarbeitung änderte.
The dictionary entry
soundboard
(noun, electrical engineering)
A mixing console used to combine and blend different audio sources to a single output.