Woof: die Querfäden, die Stoff bilden
Für die meisten Menschen das Bellen eines Hundes. Am Webstuhl ist es das horizontale Garn, das die Kette kreuzt und den Stoff aufbaut.
Im alltäglichen Sprachgebrauch ist woof das Geräusch, das ein Hund macht. In Textilmühlen und Webereien aber bezeichnet woof eines der beiden Garnsysteme, das Gewebe bildet. Genauer gesagt ist woof das Schussgarn, der Faden, der horizontal über den Webstuhl läuft und dabei über und unter den längsverlaufenden Kettfäden hindurchgeht, um diese miteinander zu verschlingen und so den Stoff aufzubauen.
Das woof-Garn arbeitet quer zur Kette. Während Kettfäden die Länge des Webstuhls ausfüllen und während des Webens unter konstanter Spannung stehen, wird woof Reihe für Reihe von einem Schützen, einer Nadel oder einem Luftstrahl eingetragen, je nach Webstuhltyp. Jeder Schuss wird als Pick bezeichnet. Die Verflechtung von Kette und woof sowie deren Dichte bestimmen die Bindungsart, die Griffigkeit des Gewebes und seine Festigkeit in beide Richtungen.
Das Wort woof (auch weft geschrieben, die ältere und immer noch häufig verwendete Bezeichnung) stammt aus dem Altenglischen und bedeutet weben. Kette und woof bilden ein zusammenhängendes Vokabular, genauso notwendig wie Länge und Breite. In manchen Bereichen wird weft bevorzugt, besonders in formalerem oder technischerem Kontext, aber woof bleibt in Webereien und unter Webern in englischsprachigen Ländern Standard.
Weil woof bei jedem Schuss neu eingetragen wird, lässt sich woof leichter austauschen als die Kette. Diese Flexibilität ermöglicht es Webern, die Farbe, Struktur oder Fadenart des woof zu ändern, um Streifen, Muster oder Spezialeffekte zu schaffen, während die gleiche Kette beibehalten wird. Aus einer einzigen Kette entstehen viele verschiedene Stoffe, einfach durch Variation des woof.
The dictionary entry
woof
(noun, textile production)
The thread or yarn used to form the weft of woven fabric; the fill, the weft.