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Drucktechnik

32mo

Buchformat mit Blättern von etwa der Größe eines zeitgenössischen Taschenbuchs.

32mo: Zweiunddreißig Seiten pro gedrucktem Bogen

Ein 32mo-Buch (thirty-two-mo) entsteht, wenn ein großer gedruckter Bogen mehrfach gefaltet und geschnitten wird, um zweiunddreißig Blätter oder vierundsechzig Seiten zu ergeben. Der Begriff stammt aus dem traditionellen System der Buchformate und leitet sich davon ab, wie Drucker in der Handpresszeit das Papier falteten. Jede Falte halbiert die Bogengröße und verdoppelt die Blattanzahl; ein fünfmal gefalteter Bogen ergibt 32 Blätter. Das resultierende Buch misst ungefähr 5 mal 8 Zoll, vergleichbar mit einem modernen Taschenbuch, obwohl die exakten Maße von der Originalbogengröße abhängen.

Die Bezeichnung "32mo" verbindet die Zahl mit der Abkürzung "mo" für das lateinische modus, das Faltungsart oder Falttechnik bedeutet. Drucker verwenden auch die Bezeichnung "thirty-two-mo" oder schreiben "32mo" in technischen Texten. Das nächste noch gebräuchliche Äquivalent im modernen Verlagswesen ist das B-Format oder das Massenmarkt-Taschenbuch, wobei diese Formate heute nach den Enddimensionen definiert werden und nicht mehr nach dem Faltungsprozess. Die Klassifizierung bleibt nützlich in der antiquarischen Druckkunst und bei der Beschreibung handgebundener oder kleinverlegter Ausgaben.

Die tatsächliche Blattgröße in einem 32mo-Buch variiert erheblich je nach den Ursprungsbogenmaßen. Ein Drucker, der mit einem großen handgemachten Bogen startet, könnte Blätter um 5,5 mal 8,5 Zoll erzeugen, während Industriepapier in Standardgrößen andere Proportionen ergibt. Die Lage besteht aus zweiunddreißig Seiten, die auf beiden Seiten des gefalteten Bogens gedruckt sind. Diese Lagen werden dann gestapelt, am Rücken geheftet und in das fertige Buch gebunden.

Das 32mo-Format kommt am häufigsten in historischen wissenschaftlichen Ausgaben, Gebetbüchern, tragbaren Nachschlagewerken und limitierten Handpress-Publikationen vor. Der industrielle moderne Druck gibt selten 32mo an, da digitale Arbeitsabläufe die endgültige Schnittgröße direkt berechnen und die Zwänge der traditionellen Faltungslogik vermeiden. Wenn ein moderner Drucker den Begriff dennoch verwendet, signalisiert das in der Regel entweder eine bewusste Rekonstruktion historischer Praktiken oder die Beschreibung eines älteren Buches, das katalogisiert, nachgedruckt oder konservatorisch bewertet wird.

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