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Kfz-Technik

911

Bekannte Sportwagenreihe des Herstellers Porsche.

911: Porsches Sportwagenklassiker mit Heckmotor

Der 911 ist ein zweisitziger Sportwagen von Porsche, der seit 1963 gebaut wird. Er zeichnet sich durch seinen heckmontierten, luftgekühlten (später wassergekühlt) Sechszylinder-Boxermotor und sein stahlernes Monocoque-Chassis aus. Er ist das längsten in ununterbrochener Produktion gefertigte Sportwagenmodell mit über einer Million gebauter Fahrzeuge über zwölf Generationen hinweg. Die Grundauslegung, die Motorposition und die Grundproportionen haben sich über sechs Jahrzehnte kaum verändert, was eine der konservativsten und ausgereiftesten Designentwicklungen der Automobilgeschichte darstellt.

Der ursprüngliche 911 hatte einen natürlich angesaugten 2,0-Liter-Sechszylinder-Motor mit 130 PS. Aktuelle Modelle gibt es mit Hubraumvarianten von 3,0 bis 4,0 Litern und Leistungen zwischen 385 und 510 PS in der Standardausführung. Die Heckmotor-Anordnung führt zu einer Gewichtsverlagerung nach hinten, die besonders beim Kurvenausgang kontrolliertes Gasgeben verlangt und unterscheidet das Fahrverhalten des 911 deutlich von konkurrierenden Frontmotor-Konstruktionen. Turboaufladung wurde 1974 in der Carrera 3.2 eingeführt; inzwischen dominieren aufgeladene Varianten das Programm.

Varianten und Marktpositionierung

Der 911 wird in mehreren Karosserieformen angeboten: als Coupe (zweitüriges Hardtop), als Targa (abnehmbares Dachpanel) und als Cabriolet (vollständig offenar). Moderne Varianten umfassen den Einstiegsmodell Carrera, die stärkeren Carrera S und GTS, die rennstreckenorientierten GT-Modelle sowie die extremen GT2 RS und GT3. Der 911 konkurriert direkt mit dem Chevrolet Corvette, dem Jaguar F-Type und dem Mercedes-AMG GT, wobei sein Einstiegspreis üblicherweise um 20 bis 40 Prozent über den Konkurrenzfahrzeugen liegt. Porsche nutzt die 911-Plattform als Basisarchitektur, die auch in den Baureihen Boxster und Cayman verwendet wird.

Typische Verschleißteile sind die Kupplung (normalerweise 60.000 bis 120.000 Kilometer Lebensdauer im Normalbetrieb), das Zweimassen-Schwungrad (anfällig für Verschleiß bei höheren Laufleistungen bei den Modellen 996 und 997) und die Zwischenwelle (IMS-Lagerschäden traten bei vielen M97-Motoren von 2000 bis 2008 auf). Luftgekühlte Modelle erfordern vor dem Kauf eine genaue Inspektion auf Verschleiß an den Ventilführungen und Spiele in den Lagern. Wassergekhlte Varianten seit der 996er-Generation 1998 haben sich robuster erwiesen, brachten aber neue Ausfallarten in den Direkteinspritzsystemen und Variablen-Ventilsteuerungen mit sich.

Der Name "911" entstand aus einer einfachen Nummernfolge: Der 901 war der Originalprototyp, doch Peugeot besaß die Namensrechte an dreistelligen Zahlen mit der Endung 01 in Frankreich, daher wechselte Porsche zur 911. Die Bezeichnung hat über sechs Jahrzehnte solch einen hohen Markenwert erlangt, dass sie heute Porsches Primäridentifikator darstellt. Selbst bei Nichtfachleuten ist der Name 911 zum Inbegriff für hochperformante Sportwagen geworden, was diese Bezeichnung zu einem der wertvollsten Modellnamen der Automobilgeschichte macht.

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