AAV
Abkürzung für Air Admittance Vent, ein Belüftungsventil in Rohrleitungssystemen.
AAV: Einlassventil in eine Richtung, das Luft hereinlässt und Gestank hält draußen
Ein Druckausgleichventil ist eine mechanische Sperrvorrichtung, die Luft ins Abwassersystem lässt, ohne dass Kanalgas ins Gebäude entweicht. Es sitzt auf einer Entlüftungsleitung oder schließt direkt an die Abwasserleitung an, öffnet sich, wenn der Druck im Rohr unter Atmosphärendruck fällt, und schließt sich, wenn der Druck steigt. Das Gerät nutzt einen Schwimmer- oder Federmechanismus, um eine kleine Klappe oder einen Ball zu bewegen, die sich normalerweise um weniger als einen Zentimeter bewegen.
AAVs lösen ein echtes Abwasserproblem: Wenn Wasser schnell aus übereinander angeordneten Armaturen abfließt, entsteht ein Unterdruck, der Wasser aus den Siphonverschlüssen saugen kann und die Gasabdichtung bricht. Dadurch können Methan und Schwefelwasserstoff in die Wohnräume gelangen. Traditionelle Lösungen erfordern ein Lüftungsrohr, das das Dach durchdringt, was bei Renovierungen oder bei beengtem Dachplatz teuer ist. AAVs beseitigen dies, indem sie beim Abfließen Außenluft zuführen.
Die meisten AAVs haben ein Kunststoffgehäuse aus ABS oder PVC mit federgelagerten oder Schwimmkugeleinbauten. Übliche Größen sind Durchmesser von 1,5 Zoll und 2 Zoll. Der wirksame Durchsatzbereich variiert je nach Modell, normalerweise zwischen 5 und 45 Gallonen pro Minute, abhängig von der Unterdrucktiefe. Einige Modelle sind für Nassentlüftungsanwendungen ausgelegt, bei denen eine Entlüftung mehrere Armaturen versorgt; andere funktionieren nur auf einzelnen Siphons.
Einschränkungen und Vorschriften
Bauvorschriften begrenzen die AAV-Verwendung streng. Sie dürfen in vielen Vorschriftsbereichen nicht auf Hauptsträngen verwendet werden, nur auf sekundären Nassentlüftungen oder einzelnen Siphons. Die internationale Abwasserordnung und viele örtliche Änderungen verbieten sie in manchen Konfigurationen völlig. Das Kernproblem ist die Zuverlässigkeit: Mechanische Geräte können ausfallen, besonders wenn sie Temperaturschwankungen, Staub oder Flusen aus Wäscheabläufen ausgesetzt sind. Wenn ein AAV blockiert und schließt, kann der Siphon lautlos saugen und das Problem bleibt unbemerkt, bis Geruchsprobleme auftreten.
AAVs können auch nicht den Druckausgleich bei gleichzeitigem Abfluss aus mehreren Armaturen so bewerkstelligen wie Dachentlüftungen. Dies schränkt ihre Anwendung in Hochhäusern oder dort ein, wo mehrere Abläufe am gleichen Strang zusammen ablaufen. Wartung ist entscheidend: Die meisten Vorschriften verlangen zugängliche AAVs und Inspektionszugänge, was die Kosten erhöht. Trotz dieser Einschränkungen bleiben AAVs in Wohnungsrenovierungen, Rohinstallationen im Keller und Inselspüleninstallationen verbreitet, wo eine Dachentlüftung unmöglich ist.