SpracheEnglishDeutsch
Luftfahrttechnik

Fluglinie

Englisch: air corridor

Eine vordefinierte Route oder Reihe von Routen, auf denen ein Verkehrs- oder Militärflugzeug fliegen muss.

Luftkorridor: verbindliche Flugroute im Luftraum zur Verkehrskontrolle

Ein Luftkorridor ist eine dreidimensionale Flugbahn mit definierten horizontalen und vertikalen Grenzen, in der Luftfahrzeuge im kontrollierten Luftraum operieren müssen. Anders als eine einfache Flugrichtung oder ein Wegpunkt ist ein Korridor ein begrenztes Volumen: er hat Breite, Länge sowie Boden- und Höchstflughöhen. Airlines und Militäroperationen reichen Flugpläne ein, die Luftfahrzeuge in diesen Korridoren halten, um den Verkehr zu trennen, Kollisionen zu vermeiden und Radarerfassung sowie Übergabeverfahren zwischen Kontrollsektoren zu vereinfachen.

Luftverkehrsbehörden legen Korridore fest, typischerweise in vertikalen Abständen von 1.000 Fuß und mit seitlichen Grenzen zwischen 4 und 10 Seemeilen, je nach Luftraumklasse und erforderlicher Navigationsfähigkeit. Große transkontinentale Strecken wie das North Atlantic Organized Track System (NAT) nutzen dynamische Korridorzuweisungen, die sich saisonal mit den Windverhältnissen ändern. In dicht frequentierten Terminalräumen um große Flughäfen können Korridore nur 2 Seemeilen breit und 20 Seemeilen kurz sein, um Start- und Landeverke hr zu kanalisieren.

Aus Wartungssicht wird die Einhaltung von Korridoren durch das Flight-Management-System (FMS) und die Navigationausrüstung des Luftfahrzeugs durchgesetzt. Piloten müssen aktuelle Instrumentenanflugkarten, Luftfahrtkarten und Navigationsdatenbanken mitführen, die die Korridorgeometrie definieren. Inertiale Referenzsysteme (IRS), VOR-Empfänger, GPS und Entfernungsmessgeräte (DME) speisen alle Daten ins FMS ein, um sicherzustellen, dass das Luftfahrzeug innerhalb der Grenzen bleibt. Ein Luftfahrzeug, das ohne Genehmigung seinen zugewiesenen Korridor verlässt, ist sofort ein Sicherheitsverstoß und Grund für Maßnahmen durch die Flugsicherung.

Der Begriff spiegelt die räumliche Realität des Hochflugverkehrs wider: Korridore sind keine Straßen auf einer Karte, sondern dreidimensionale Volumen im Luftraum. In Reiseflughöhe könnte ein Luftfahrzeug einen Korridor von Flugfläche 300 bis Flugfläche 320 einnehmen, begrenzt auf beiden Seiten durch magnetische Kurse. Militäroperationen und strategische Lufttransporte, wo große Formationen oder gesicherte Routen erforderlich sind, verlassen sich auf spezifische Korridore sowohl für Trennung als auch für Sicherheit. Korridorwechsel werden durch Freigaben mitgeteilt und erfordern Bestätigung durch die Besatzung und Aktualisierungen des Navigationssystems.

Moderne Performance-Based-Navigation-Standards (PBN) erlauben es, einige Korridore schmäler und effizienter zu gestalten als jene, die von älteren bodengestützten Funknavigationssystemen erforderlich sind. Ältere Luftfahrzeuge, die nur über herkömmliche VOR/DME-Navigation verfügen, können jedoch auf breitere, weniger effiziente Korridore beschränkt sein oder bestimmte Routen überhaupt nicht nutzen. Diese Lücke bei Hardware und Software bedeutet, dass Wartungsteams sowohl die zertifizierte Navigationsfähigkeit des Luftfahrzeugs als auch die Korridoranforderungen für jede Strecke im Netzwerk des Betreibers verfolgen müssen.

Mehr aus Aviation maintenance

Alle ansehen

Get the Word of the Day

One industrial term every day, with the trade it belongs to and why it is worth knowing. No advertising.