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Bauwesen

Luftschicht

Englisch: airspace

Der Hohlraum in einer Hohlwand, der Luft zur Isolierung enthält.

Luftschicht: der Atemspielraum in der Wand

Eine Luftschicht ist der absichtlich gelassene leere Hohlraum zwischen den beiden Schalen einer Hohlwand, in der Regel 25 bis 100 Millimeter breit, je nach Wandaufbau und Lage. Diese Lücke fängt ruhende Luft ein, die Wärme schlecht leitet, und erzeugt eine Wärmesperre, die Wärmeverluste nach außen reduziert. Die Luftschicht unterbricht auch den Weg für Wassereintritt und ermöglicht es, dass Feuchte, die in die äußere Schale eindringt, nach unten ablaufen kann, statt durch Kapillarwirkung in das innere Mauerwerk gezogen zu werden.

Die Wirksamkeit einer Luftschicht hängt davon ab, sie wirklich leer und trocken zu halten. Wenn Mörtelreste, Verschmutzungen oder Dämmstoffe während des Baues die Lücke überbrücken, vermindert sich der Wärmewiderstand. Der Hohlraum muss an der Basis belüftet bleiben, damit angesammelte Feuchte verdunsten kann; verschlossene Hohlräume können Wasser speichern und Feuchtigkeitsprobleme im Gebäude verursachen. In älteren zweischaligen Wänden ohne Dämmung bietet die Luftschicht allein einen bescheidenen Wärmewiderstand von etwa 0,18 K·m²/W bei 50 mm Breite. Moderne Konstruktionen füllen einen Teil oder die gesamte Hohlraum mit Hartschaum, Mineralfaser oder Spritzschaum auf, wobei typischerweise eine kleine belüftete Luftschicht von 25 mm zwischen der Dämmung und der äußeren Schale verbleibt.

Ausführungsvarianten und Anforderungen

Die Breite des Hohlraums variiert je nach Gebäudeart und Bauepocha. Herkömmliche Hohlwände, seit den 1920er Jahren verbreitet, sind typischerweise 50 bis 75 mm breit. Moderne Außenwände können breitere Hohlräume haben, um dickere Dämmungen aufzunehmen, und die Luftschicht kann nur der verbleibende Spalt nach Einbau der Dämmung sein. Exponierten oder windbedürftigen Standorten wird manchmal mit schmaleren Hohlräumen und verschlossenen Hohlräumen ohne Belüftung gebaut, was sorgfältige Detaillierung erfordert, um Wassereintritt zu verhindern.

Anker oder Verbindungsstäbe überbrücken den Hohlraum und verbinden die beiden Schalen statisch miteinander, in regelmäßigen Abständen angeordnet (üblicherweise 900 mm horizontal und 450 mm vertikal). Diese Anker müssen nach außen geneigt sein, um Wasser nach außen statt nach innen zu lenken. Korrodierte Anker sind in älteren Gebäuden ein häufiges Problem und führen dazu, dass sich die Schalen trennen und die statische Verbindung aufgelöst wird.

Der Begriff Luftschicht unterscheidet den leeren Hohlraum von einem gefüllten Hohlraum mit Dämmstoffen. In Ausführungszeichnungen müssen Hohlraumbreite, Belüftung, Ankertyp und etwaige Dämmfüllung angegeben werden, da Leistung und Wassermanagement von diesen Einzelheiten abhängen.

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