Automatik
Englisch: auto
Automatisches Getriebe oder automatische Schaltung in Kraftfahrzeugen
Auto: Getriebe, das selbst schaltet
Ein Automatikgetriebe ist ein Schaltgetriebe, das Übersetzungsverhältnisse ohne Zutun des Fahrers auswählt und einrückt. Statt Kupplungspedal und Schalthebel bedient der Fahrer nur Gaspedal und Bremse; Hydraulikdruck, mechanische Regler oder elektronische Steuermodule erfassen Fahrzeuggeschwindigkeit und Motorlast und schalten dann automatisch hoch oder runter innerhalb eines festen Satzes von Übersetzungen. Das unterscheidet sich von einem Schaltgetriebe, bei dem der Fahrer jede Stufe bewusst einrücken muss.
Die meisten Automatikgetriebe nutzen ein Planetengetriebe mit mehreren Reibungskupplungen und Bremsbändern, um verschiedene Übersetzungen aus der gleichen mechanischen Anordnung zu erreichen. Eine Fluidkupplung oder ein Drehmomentwandler ersetzt die mechanische Kupplung und überträgt das Motormoment durch druckbeaufschlagtes Getriebeöl. Die Zahl der Vorwärtsgänge variiert: Drei- und Vier-Gang-Automaten waren bis in die 1990er-Jahre üblich; moderne Fahrzeuge haben oft sechs, acht oder sogar zehn Gänge, um Verbrauch und Leistung über breitere Motornenndrehzahlbereiche zu verbessern.
Elektronische Automaten, mittlerweile bei Personenwagen nahezu Standard, nutzen solenoidgesteuerte Ventile, um den Ölfluss zu lenken und die richtigen Kupplungen und Bremsbänder anzusteuern. Ältere mechanische Regler verließen sich auf Fliehkraft, um Straßengeschwindigkeit und Motorlast zu erfassen; diese Systeme schalten ruckartiger und bieten weniger Kontrolle. Moderne Getriebe kommunizieren ständig mit der Motorsteuerung und passen die Schaltpunkte basierend auf Gaspedal-Input, Kühlmitteltemperatur und Fahrmodus-Einstellungen an.
Häufige Ausfallarten bei Automaten sind Ölalterung, die den Hydraulikdruck vermindert und zu Schlupf oder verzögertem Schalten führt, Dichtungslecks, die den Flüssigkeitsstand senken, sowie Solenoid- oder Ventilkörper-Festsitz. Überhitzung beschleunigt den Ölabbau; anhaltendes Abschleppen oder dichter Stadtverkehr kann das Getriebeöl über 93°C bringen und die Lebensdauer verkürzen. Wartungsintervalle variieren: Einige moderne Automaten versprechen Wechselintervalle von 160.000 km, andere sind versiegelte Einheiten ohne vorgesehene Wartung.
Der Begriff Auto ist eine Kurzform von Automatik, gebräuchlich in Fachsprache und Umgangssprache. In formaler technischer Schriftsprache ist Automatikgetriebe oder automatisches Getriebe vorzuziehen. Die breitere Kategorie schließt stufenlos verstellbare Getriebe (CVT) ein, die keine festen Gänge haben, obwohl diese in Datenblättern manchmal separat aufgeführt werden.