CSX
Ein von Chrysler und Carroll Shelby hergestelltes Automobil, das von 1987 bis 1989 produziert wurde.
CSX: Shelbys letzter aufgeladener amerikanischer Muscle-Car
Der CSX war eine in begrenzter Stückzahl gefertigte, hochperformante Variante des Dodge Omni und Plymouth Horizon, gebaut von Chrysler unter der technischen Leitung des legendären Rennfahrers Carroll Shelby von 1987 bis 1989. Im Grunde war es ein frontgetriebener Schrägheck mit einem 2,2-Liter-Turbomotor mit vier Zylindern in Reihe, der 175 PS leistete und mit einem Schaltgetriebe gekoppelt war. Der CSX war eines der letzten Privatprojekte, das Shelby vor seinem Rückzug aus der Fahrzeugentwicklung übernahm. Er wurde als straßentauglicher Performance-Wagen zu einer Zeit vermarktet, als amerikanische Hersteller größtenteils aufgeladene Kleinwagen aufgaben.
Die bedeutsamste Variante war der CSX-T, der einen höheren Ladedruck und ein verbessertes Tuning erhielt, um 223 PS zu leisten. Diese Version war seltener, mit weniger als 500 gebauten Exemplaren über alle Modelljahre. Shelbys Beteiligung lag hauptsächlich bei der Motorabstimmung, Fahrwerksgeometrie und Bremsenupgrades statt bei einem Design von Grund auf neu. Chrysler handhabte die Fertigung mit der bereits vorhandenen K-Car-Architektur. Der Wagen kam mit Shelby-spezifischen Abzeichen, einer funktionalen Motorhaube mit Kühllufteinlass, verbesserten Kühlsystemen und tiefergelassener Federung mit straffer abgestimmten Federn.
Im Betrieb zeigten sich die praktischen Realitäten der Aufladung eines kompakten frontgetriebenen Fahrzeugs in dieser Epoche. Die Kombination aus starker Leistung und verhältnismäßig leichtem Gewicht machte den CSX in gerader Linie schnell, aber der Turboverzug unter 3.000 U/min war deutlich vorhanden, und Drehmomentsteuerung bei harter Beschleunigung erforderte vorsichtige Gaspedalverwaltung. Die Einspritzsysteme dieser Zeit waren weniger reaktionsschnell als modernes direktes Einspritzen, was manchmal zu Zögerlichkeit bei schnellen Gaspedalwechseln führte.
Marktposition und Niedergang
Der CSX kam auf den Markt, während Versicherungsunternehmen die Prämien für jeden Wagen mit Performance-Etikett erhöhten, und die Benzinpreise begannen wieder zu steigen. Chrysler produzierte über drei Modelljahre hinweg nur etwa 3.175 CSX-Modelle, was ihn zu einem Nischenprodukt machte. Der Wagen konkurrierte schwach gegen japanische aufgeladene Angebote wie den Toyota Corolla GT-S und Honda Civic Si, die ausgeklügeltere Technik und bessere Vertriebsnetze hatten. 1990 endete Shelbys Zusammenarbeit mit Chrysler, und die CSX-Bezeichnung verschwand ganz.
Die Bezeichnung 'CSX' kombinierte Chryslers Unternehmensorientatoric mit Shelbys Leistungsmarke; die Partnerschaft war marketingetrieben und sollte Shelbys Ruf in Performance-Engineering in einer Zeit nutzen, als die Glaubwürdigkeit des amerikanischen Muscle-Cars erodiert war. Heute nimmt der CSX einen merkwürdigen historischen Platz ein: zu unbekannt, um die Sammleraufmerksamkeit zu bekommen, die den Shelby Cobras und Mustangs der 1960er Jahre zuteil wird, aber zu kurzlebig und durch K-Car-Begrenzungen beeinträchtigt, um den Kultstatus einiger anderer Turbo-Wagen der 1980er Jahre zu erreichen. Originale Exemplare sind mit intakten Antriebssträngen zunehmend schwer zu finden, da die aufgeladenen 2,2-Motoren anfällig für Lagerverschleiß und Kohlenstoffablagerungen über längere Wartungsintervalle waren.