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Optik und Bildgebung

Auxetometer

Englisch: auxetometer

Messgerät zur Bestimmung der Vergrößerungsleistung einer einzelnen Linse oder eines Linsensystems

Auxetometer: Gerät zur Messung der Linsenvergrößerung

Ein Auxetometer ist ein optisches Messinstrument zur Bestimmung der Vergrößerungsleistung oder des Vergrößerungsfaktors einer Linse oder eines Linsensystems. Es funktioniert, indem die Winkelgröße eines Objekts durch das zu prüfende optische System mit seiner scheinbaren Größe bei Betrachtung mit bloßem Auge aus demselben Abstand verglichen wird. Das Ergebnis ist eine dimensionslose Zahl, ausgedrückt als 2x, 10x und so weiter, die angibt, wie viel mal größer das Bild als das Objekt selbst erscheint.

Das Gerät besteht typischerweise aus einem Okular mit einer eingravierter Skala oder Messlatte, einem Prüfobjekt in festem Abstand und einer optischen Justiervorrichtung. Der Benutzer schaut durch das Okular auf das Prüfobjekt und dann ohne Linsensystem und vergleicht die Winkelausdehnung des Objekts in beiden Fällen. Einige Ausführungen verwenden eine geteilte Sichtweise, bei der beide Bilder nebeneinander zur direkten Vergleichbarkeit angeordnet sind. Die Vergrößerung wird aus dem Verhältnis der Winkelgrößen berechnet oder direkt von einer kalibrierten Skala abgelesen, wenn das Gerät diese Methode nutzt.

Anwendungen und Varianten

Auxetometer sind besonders wertvoll bei der Qualitätskontrolle von Lesegläsern, Mikroskopobektiven, Fernrohr-Okularen und Projektionslinsen. Sie bestätigen, dass ein Linsensystem seine angegebene Vergrößerung vor der Inbetriebnahme oder nach einer Wartung erfüllt. Es gibt verschiedene Ausführungen: Tischmodelle mit fester Geometrie sind für die Fertigungsprüfung geeignet, während tragbare Ausführungen die Feldprüfung ermöglichen. Einige Auxetometer haben eine wellenlängenspezifische Beleuchtung, um chromatische Effekte zu berücksichtigen, da sich die Vergrößerung im sichtbaren Spektrum leicht unterscheiden kann.

Eine wesentliche Einschränkung besteht darin, dass ein Auxetometer nur die scheinbare Winkelvergrößerung misst. Es bewertet nicht direkt die optische Qualität, Aberrationen, Auflösung oder Lichttransmission. Eine Linse kann ihre Vergrößerungsvorgabe erfüllen, während sie aufgrund von sphärischen Aberrationen, Koma oder geringem Kontrast schlecht abschneidet. Daher ist die Vergrößerungsmessung nur einer von mehreren Tests in einem vollständigen optischen Prüfprotokoll.

Der Name leitet sich aus dem Griechischen auxein, was vermehren oder vergrößern bedeutet, und dem Griechischen metron, was Maß bedeutet. Der Begriff wird seit dem 19. Jahrhundert in der Fachliteratur verwendet, besonders in der Mikroskopie und im Feinoptikerhandwerk. In der modernen Sprache ist der Begriff weniger verbreitet als im frühen 20. Jahrhundert, teilweise weil die integrierte Vergrößerungsprüfung heute oft in automatisierte Fertigungsprüfstände eingebaut ist, statt dass sie als separater manueller Schritt durchgeführt wird.

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