Back-to-Back-Ticket
Englisch: back to back ticket
eine Reihe von Flugtickets mit sich überlappenden Reisedaten, die verwendet werden, um Mindestaufenthaltsverpflichtungen bei Flugpreisen zu umgehen
Back-to-Back-Ticket: Kurze Reisen hintereinander buchen, um Mindestaufenthalte zu umgehen
Ein Back-to-Back-Ticket ist eine Reihe von separaten Flugtickets mit überlappenden oder unmittelbar aufeinanderfolgenden Reisedaten, um durchgehende Reisen zu ermöglichen und vorgegebene Mindestaufenthalte zu umgehen. Statt eine Hin- und Rückfahrkarte zu kaufen, die einen Mindestaufenthalt von sieben bis vierzehn Tagen erzwingt, bucht der Reisende zwei Einfach- oder Hin- und Rückfahrkarten, die die gleiche Strecke abdecken, aber die Bedingungen jedes Tickets einzeln erfüllen.
Das System nutzt die Preisgestaltung und Beschränkungen der Fluggesellschaften aus. Eine typische Hin- und Rückfahrkarte von New York nach London erfordert einen Aufenthalt zwischen 7 und 30 Tagen. Ein Reisender, der nur 3 Tage im Ausland bleiben möchte, würde für ein uneingeschränktes Einfachticket einen höheren Preis zahlen. Stattdessen kauft er eine Hin- und Rückfahrkarte zum niedrigeren Tarif und bucht unmittelbar ein Rückflugticket (eine zweite Hin- und Rückfahrkarte, die beginnt, bevor die erste endet). Der Fluggast erfüllt damit formell den Mindestaufenthalt auf beiden Tickets und verbringt jedoch nur die gewünschten 3 Tage weg.
Preisgestaltung und Erkennung
Fluggesellschaften unterbinden diese Praxis aktiv, da sie das Einnahmemanagement gefährdet. Die Tarife basieren auf der Annahme, dass die meisten Passagiere die vorgesehenen Abflug- und Rückkehrdaten einhalten; Back-to-Back-Buchungen bringen weniger Umsatz aus derselben Strecke. Einige Fluggesellschaften weigern sich mittlerweile, Tickets auszustellen, bei denen Abflug- oder Rückkehrdaten offensichtliche Überschneidungen aufweisen, und kennzeichnen diese als möglichen Missbrauch. Andere überwachen Buchungsmuster und können Tickets stornieren, falls ein Agent oder System die Strategie erkennt.
Die Praxis ist nicht rechtswidrig und bleibt bei sorgfältiger Buchung über verschiedene Ticketnummern möglich, liegt aber in einer Grauzone zwischen legitimer Buchung und Tarifmissbrauch. Das rechtliche Risiko für den Reisenden ist gering; die Reaktion der Fluggesellschaft ist typischerweise Stornierung oder Verweigerung des Boardings bei überlappenden Flügen. Häufige Nutzung über die gleiche Agentur oder das gleiche Konto kann Aufmerksamkeit von Yield-Management-Systemen auslösen.
Back-to-Back-Ticketing ist am häufigsten bei Freizeitreisen üblich, wo Budget-Carrier oder hochmargige internationale Strecken strenge Mindestaufenthalte vorschreiben. Es ist wirtschaftlich für Geschäftsreisen kaum lohnend, da dort uneingeschränkte Tarife und Tagesreisen Standard sind, und es ist kaum möglich mit Buchungen über Fluggesellschafts-Vielfliegerprogramme, da diese Systeme Abflug- und Rückkehrflüge explizit innerhalb einer einzigen Buchung verknüpfen.