Haftmittel von rückseitig auftragen
Englisch: back-butter
Haftmittel auf die Rückseite einer Fliese auftragen, bevor diese auf den Untergrund verlegt wird.
Back-Butter: Klebstoff auf Fliesenrückseiten auftragen vor dem Verlegen
Back-Buttering ist die Praxis, eine Klebstoffschicht direkt auf die Rückseite einer Fliese aufzutragen, bevor sie auf den Untergrund (Wand, Boden oder Trägerplatte) gedrückt wird. Dies ergänzt oder ersetzt in manchen Fällen den Klebstoff, der auf den Untergrund gekämmt wird. Das Ziel ist es, eine vollständige Kontaktfläche zwischen Fliese und Bett sicherzustellen und Lufteinschlüsse zu vermeiden, die die Verlegung schwächen würden und zu Hohlstellen oder Schäden führen können.
Der verwendete Klebstoff ist normalerweise das gleiche Dünnbett-Mörtel oder die gleiche Paste, die auf den Untergrund aufgetragen wird. Die Anwendung erfolgt mit einem Zahnspachtel oder flachen Spachtel, um eine gleichmäßige Schicht von etwa 2 bis 3 Millimetern Dicke zu erzeugen. Bei Wandfliesen ist Back-Buttering gängige Praxis; bei größeren Bodenfliesen (300 Millimeter und darüber) ist es nach Industriestandards oft obligatorisch, um die in Spezifikationen wie ANSI A108.5 geforderten Abdeckungsanteile zu erreichen. Wenn sowohl der Untergrund als auch die Fliesenrückseite gebuttertert werden, lassen sich Abdeckungsquoten von etwa 95 Prozent oder höher erzielen.
Back-Buttering wird in verschiedenen Situationen notwendig: beim Verlegen großformatiger Fliesen, wo die natürlichen Zahnspachtelrillen allein Lücken hinterlassen; beim Fliesen auf unebenen Untergrund, wo gekämmter Klebstoff allein nicht ausreicht; beim Verlegen von Naturstein mit unterschiedlicher Dicke und Porenstruktur; und in feuchten Umgebungen, wo Hohlräume Wasser speichern und Haftungsverlust fördern. Es hilft auch bei leicht gewölbten Fliesen oder beim Arbeiten in vertikaler Richtung, wo die Schwerkraft gegen vollständiges Einbetten wirkt.
Eine zu dicke Back-Butter-Schicht führt zu Quellungen an den Fugen, macht die Reinigung schwierig und kann Verfärbungen auf der Fliesenoberfläche verursachen. Eine zu dünne Schicht hinterlässt Lücken und verfehlt den Zweck. Die Technik ist arbeitsintensiv und verlangsamt die Produktion, daher wird sie manchmal trotz Industrieempfehlungen übersprungen. In gewerblichen Projekten, wo Zahnspachtel-Standards streng durchgesetzt werden, kann Back-Buttering schriftlich vorgeschrieben sein, um bei späteren Fliesenschäden vor Haftung zu schützen.
Der Begriff selbst ist klar: Butter bezieht sich auf die Klebstoffschicht, Back auf die Unterseite der Fliese. Die Praxis ist zum Standard bei Fliesen-Verlegetechniken geworden, besonders in den USA, wo Industrieverbände wie der Tile Council of North America sie für die meisten Verlegungen empfehlen, um Dauerhaftigkeit und Gewährleistungsstandards zu erfüllen.