Pickup
Englisch: bakkie
ein kleiner Pritschenwagen oder Kleinlastwagen, grundsätzlich offen und manchmal mit abnehmbarem Verdeck, aber unterschiedlich von einem geschlossenen Transportwagen und einem großen Lastkraftwagen
Bakkie: das Arbeitstier-Nutzfahrzeug des südlichen Afrika
Ein Bakkie ist ein leichtes Nutzfahrzeug auf Pkw-Rahmen, normalerweise mit einer oder doppelten Kabine vorn und offener Ladefläche dahinter. Die Ladefläche ist üblicherweise 1,5 bis 2,5 Meter lang, mit niedrigen Seiten und Heckklappe. Im Gegensatz zu einem vollständigen Kastenwagen ist die Ladefläche den Elementen ausgesetzt; im Gegensatz zu einem schweren Lastwagen übersteigt ein Bakkie selten 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht. Er besetzt genau den Mittelbereich, in dem eine starre Pickupkarosserie wirtschaftlicher ist als geschlossene Panels.
Der Begriff stammt aus dem Afrikaans und Niederländischen bak, was Kasten oder Behälter bedeutet, und wurde Standard in Südafrika, Simbabwe, Botswana und Namibia. Varianten sind die Einzelkabine (nur Fahrer), die Club Cab (zwei rückwärts gerichtete Sitze) und die Doppelkabine (vollständige hintere Fahrgastkabine). Einige Modelle nehmen abnehmbare Canvas- oder Aluminium-Verdachungen an und verwandeln die Ladefläche in teilweise geschützten Stauraum. Die Federung ist normalerweise Blattfeder oder Schraubenfeder, abgestimmt für raue Wege statt Autobahnkomfort.
Ladefläche und Nutzlastgrenzen
Die offene Ladefläche ist das definierende Merkmal des Bakkie und seine Grenze. Eine typische Nutzlast liegt zwischen 500 und 1000 Kilogramm, verteilt als Flächenlast, nicht als punktuelle Anschlaglasten. Der Ladeboden besteht oft aus Holzleisten oder verzinktem Stahl, konstruiert für manuelles Laden oder kleine Maschinen; er verträgt keinen schweren Gabelstapler-Verkehr. Seitenschienen verhindern, dass kleine Teile auf rauem Gelände herunterrollen, schützen die Last aber nicht vor Witterung, Staub oder UV-Strahlung bei langen Transportstrecken.
Bakkies dominieren Kurzstreckenlieferungen, Handwerksarbeiten und Farmbetriebe im südlichen Afrika, wo die Straßenqualität gemischt ist und häufig gestoppt werden muss. Sie arbeiten profitabel in Räumen, die zu klein für starre Lastwagen sind, aber zu groß für Kastenwagen. Korrosion durch Salzluft, schlechte Straßenoberflächen und unregelmäßige Wartung sind häufige Probleme. Die offene Ladefläche und leichte Bauweise bedeuten angemessenen Kraftstoffverbrauch, aber die Nutzlast pro Liter ist niedriger als bei einem richtigen Lastwagen, was lange Transportstrecken unrentabel macht.
In der formalen Logistik nimmt der Bakkie eine regulatorische Grauzone ein: schwer genug, um in den meisten Territorien eine gewerbliche Fahrerlaubnis zu erfordern, leicht genug, um außerhalb von Lastwagenfahrer-Regelungen zu fallen. Versicherung, Fahrtenlimits und Ladungssicherungsregeln variieren je nach Land. Der Begriff selbst wird in englischsprachigen Transportklassifizierungen selten verwendet, was die genaue Spezifikation bei Import oder Vermietung über Grenzen hinweg schwierig macht.