Blumenschmuck
Englisch: bedding
Das zeitweilige Anpflanzen von schnell wachsenden Pflanzen in Blumenbeete, um farbenfrohe, temporäre, saisonale Arrangements im Frühling, Sommer oder Winter zu schaffen.
Beetbepflanzung: saisonale Blüher für Farbeffekte, dann Wechsel
Beetbepflanzung bezeichnet die Praxis, Massen von schnellwüchsigen, blühenden Pflanzen in vorbereitete Beete oder Rabatten zu pflanzen, um eine temporäre Bepflanzung für eine einzige Saison zu schaffen, die dann geleert und neu bepflanzt wird. Dies sind keine Dauerpflanzungen. Ein Beetschema läuft normalerweise drei bis vier Monate lang, danach wird die gesamte Bepflanzung entfernt, der Boden aufbereitet oder verbessert und eine neue Kultur mit anderen Pflanzen angelegt. Dieser Zyklus kann je nach Klima und Tradition zwei bis dreimal pro Jahr vorkommen: Frühjahrsbepflanzung (April bis Juni), Sommerbepflanzung (Juni bis Oktober) und Winterbepflanzung (Oktober bis April).
Die Pflanzen für Beetbepflanzungen werden für zuverlässiges, rasches Blühen in normalem Boden ohne Spezialernährung ausgewählt. Typische Sommerbepflanzungen sind zartwüchsige Einjährige wie Fleißige Lieschen, Petunien, Begonien, Ringelblumen und Salbei, aus Saatgut oder Jungpflanzen gezogen und nach Ende der Frostgefahr verpflanzt. Frühjahrsbepflanzungen nutzen winterharte Zweijährige, die im Herbst gepflanzt werden, wie Goldlack, Vergissmeinnicht und Zierkohlsorten. Winterbepflanzungen können winterblühende Hornveilchen, Stiefmütterchen, Christrosen und Ziergräser umfassen. Die Größe von Beetpflanzen bei der Pflanzung variiert von kleinen Plug-Pflanzen (3 bis 4 cm hoch) bis zu größeren Exemplaren von 15 bis 20 cm Höhe, je nach Budget und angestrebter Etablierungsgeschwindigkeit.
Beetbepflanzungen sind für Fernwirkung und Massenwirkung konzipiert. Eine typische städtische Beetbepflanzung kann 500 bis 2000 Pflanzen in geometrischen oder fließenden Mustern umfassen, oft mit kontrastierenden Blattschmuckpflanzen wie Coleus, silberlaubiger Staubiger Müller oder purpurblättrigem Alternanthera, um blühende Sorten zu rahmen oder zu trennen. Die Abstände sind eng, oft 15 bis 30 cm zwischen Pflanzen, damit sich das Beet schnell schließt und blüht, ohne sichtbare Bodenlücken. Bodenvorbereitung ist Standard: Entfernen alter Pflanzen, Zugabe von Kompost oder ausgewogenem Dünger und Harken zu ebener Oberfläche vor dem Pflanzen.
Warum Beetbepflanzung statt Dauerbepflanzung?
Beetbepflanzung gibt Kommunen, Parks und Gartengestaltern vollständige Kontrolle über Farbe und Form ohne langfristige Bindung oder variable Leistung von Stauden. Ein schlechter Performer kann nach einer Saison ohne Bedauern herausgerissen werden. Beetbepflanzung ermöglicht auch themenbezogene Displays, die an lokale Ereignisse oder Saison-Traditionen gebunden sind. Die Hauptkosten liegen in der Arbeit: Pflanzen, Ausputzen (Entfernen verblühter Blüten zur Förderung weiterer Blüten), Bewässerung in trockenen Phasen und Räumen am Saisonende. Einige Displays sind arbeitsintensiv, andere, besonders Winterbepflanzungen, benötigen minimale Aufmerksamkeit nach der Etablierung.
Der Begriff spiegelt die historische Praxis, permanent gemauerte oder holzgefasste Beete in formalen Gärten und öffentlichen Räumen zu nutzen. Moderne Beetbepflanzung wurzelt in viktorianischer Gartenkultur, als zarte tropische Einjährige günstig zu vermehren waren und die Mode leuchtend farbige Displays verlangte. Diese Tradition besteht in städtischen Pflanzprogrammen fort, obwohl die Menge der Beetbepflanzung in formalen öffentlichen Räumen seit den 1980er Jahren durch Haushaltszwänge und Wechsel zu weniger pflegeintensiven Pflanzstilen gesunken ist.