Reisfeld
Englisch: paddy field
Ein überflutetes Feld, auf dem Reis angebaut wird.
Reisfeld: wo Reis in stehendem Wasser wächst
Ein Reisfeld ist eine Ackerfläche, die während der Reisanbauzeit absichtlich 5 bis 15 Zentimeter tief geflutet wird. Das stehende Wasser erfüllt mehrere Aufgaben: es bekämpft Unkraut, reguliert die Bodentemperatur, bietet einem gewissen Angebot an Reissorten das richtige Medium zur Entwicklung und hilft bei der Nährstoffverteilung. Das Feld ist normalerweise in ebene Terrassen oder umwallte Abschnitte unterteilt, um auf unebenen Flächen eine gleichmäßige Wassertiefe zu halten.
Reisfelder werden vorbereitet, indem der durchnäßte Boden zu einem dicken Brei gepflügt wird, was den Feldgrund versiegelt und zum Einebnen hilft. Reissetzlinge werden per Hand oder mit einer mechanischen Setzmaschine in diesen vorbereiteten Schlamm gepflanzt. Wasser wird während des gesamten Wachstumszyklus gehalten, oft für 120 bis 150 Tage je nach Sorte und Klima. In den Wochen vor der Ernte erfolgt ein schrittweises Ablassen des Wassers, damit der Boden fest genug wird, um Maschinen aufzunehmen, ohne dass diese einsinken.
Wasserwirtschaft und Infrastruktur
Reisfelder benötigen eine zuverlässige Wasserzufuhr, normalerweise aus Flüssen, Speichern oder Grundwasser, das durch Pumpen oder gravitationsgestützte Kanäle zugänglich ist. In Regionen mit ausgeprägten Jahreszeiten können Felder während der Monsunmonate überflutet werden, während Trockenzeit-Reisfelder ganz auf Bewässerungssysteme angewiesen sind. Dämme, also Feldwälle, sind verdichtete Erdmauern, die 30 bis 60 Zentimeter hoch sein können und dazu dienen, Wasser zu speichern und Laufwege für Arbeiter und Maschinen bereitzustellen.
Der Begriff 'Paddy' kommt vom malaiischen Wort 'padi', was Reispflanze bedeutet. Reisfelder konzentrieren sich in Süd- und Südostasien, besonders in Indonesien, Indien, Thailand, Vietnam und auf den Philippinen, obwohl Reisfelder auch in Japan, China und Teilen Westafrikas bedeutsam sind. Sie bleiben arbeitsintensiv, allerdings hat sich die Mechanisierung von Setzmaschinen und Ernteverfahren in den letzten Jahrzehnten ausgeweitet.
Die langfristige Bewirtschaftung von Reisfeldern bedeutet, Wasserspeicherung gegen Schädlingsbekämpfung und Bodengesundheit abzuwägen. Durchgehende Flutung kann die Bodenstruktur verschlechtern und die Erträge verringern, wenn sie nicht sorgfältig bewirtschaftet wird; viele Landwirte wechseln die Kulturen oder lassen Felder regelmäßig brach liegen. Sauere Sulfatböden in einigen Regionen erfordern eine sorgfältige Wasserspiegelkontrolle, um chemische Degradation des Feldes zu vermeiden.