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Optik und Bildgebung

Bikonkav

Englisch: biconcave

Mit zwei konkaven Seiten.

bikonkav: Linse, die auf beiden Flächen nach innen gewölbt ist

Eine bikonkave Linse ist ein Stück optisches Glas oder Kunststoff, das so geschliffen ist, dass sich beide Oberflächen nach innen krümmen, weg vom Mittelpunkt. Diese Geometrie macht sie zu einer zerstreuenden Linse, die parallele Lichtstrahlen nach außen ablenkt, als würden sie von einem einzelnen Punkt hinter der Linse ausgehen. Das Gegenteil einer bikonvexen Linse, die Licht bündelt.

Die Stärke einer bikonkaven Linse hängt vom Krümmungsradius jeder Oberfläche und vom Brechungsindex des Materials ab, normalerweise ausgedrückt in Dioptrien (Kehrwert von Metern). Eine Linse mit stärkerer Krümmung lenkt Licht schärfer ab. Die meisten bikonkaven Linsen in der Praxis werden aus Borosilikatglas oder optischem Kunststoff hergestellt, mit sphärischen Oberflächen, die bei Präzisionsarbeiten auf Toleranzen von wenigen Mikrometern geschliffen werden.

Wo bikonkave Linsen vorkommen

Bikonkave Linsen korrigieren Myopie (Kurzsichtigkeit) in Brillen und sind ein Standardelement in Kamerasucher, Zieloptiken und Mikroskop-Okularen. Sie kommen auch als Feldlinsen in Projektionssystemen vor und als Elemente in apochromatischen Objektiven zur Verringerung der chromatischen Aberration. In Lasersystemen kann eine bikonkave Linse einen Strahl aufweiten oder seine Divergenz an ein Ziel anpassen.

Das Hauptproblem mit bikonkaven Linsen in der Praxis ist die Randdicke. Weil das Material in der Mitte am dünnsten und am Rand am dicksten ist, kann eine bikonkave Linse bei großer Blendenöffnung Randverzerrungen oder Vignettierung einführen. Sie sind auch bruchempfindlicher als plankonvexe Konstruktionen, da sich Spannungen in der dünnen Mitte konzentrieren. Die Linse zu färben oder zu beschichten, um Reflexionen zu reduzieren, ist üblich; unbeschichtete Glasoberflächen reflektieren etwa 4 Prozent des Lichts an jeder Luft-Glas-Grenze.

Der Begriff stammt vom lateinischen bi (zwei) und concavus (ausgehöhlt). Optiker nennen sie oft Minuslinsen oder Negativlinsen, weil sie eine negative Brennweite haben. Diese Bezeichnung bezieht sich auf ihre Wirkung auf den Lichtweg, nicht auf ihre Form.

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