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Landtechnik

Blackleg

Englisch: blackleg

Eine tödliche Rindererkrankung, verursacht durch das bodenbakterium Clostridium chauvoei; Symptomatische Anthrax.

Blackleg: plötzliche, tödliche Infektion bei jungen Rindern

Blackleg ist eine akute Bakterienerkrankung, die Rinder innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach Symptombeginn tötet. Der Erreger, Clostridium chauvoei, lebt ruhend im Boden und dringt durch Wunden, kleine Schnitte oder den Verdauungstrakt in das Tier ein. Nach Etablierung produziert er Gas im Muskelgewebe und setzt starke Toxine frei. Die Krankheit tritt vor allem bei Tieren im Alter von 6 Monaten bis 2 Jahren auf, besonders bei gut genährten Tieren auf reichem Weideland. Die Sterblichkeit liegt nahe bei 100 Prozent, sobald klinische Symptome auftreten.

Der Name stammt von der sichtbaren Verfärbung der Hinterhand und Hinterbeine, die dunkelviolett oder schwarz werden, wenn Blut in betroffenes Gewebe staut und die darüber liegende Haut abstirbt. Die Gasbläschen im Unterhautgewebe erzeugen ein charakteristisches "Knistern" unter der Haut beim Anfassen. Das Tier kann zunächst nur Lahmheit oder Bewegungsunwilligkeit zeigen, bevor es zu schnellem Kreislaufkollaps kommt. Die Sektion offenbart emphysematöse Muskelläsionen, besonders in Hinterhand, Oberschenkeln und Schulter.

Vorbeugung und Impfung

Blackleg wird durch Impfung zuverlässig verhindert. Clostridium chauvoei gehört zu den Erregern in gängigen Clostridien-Kombinationsimpfstoffen (oft mit "7 in 1" oder "8 in 1" bezeichnet, was die Zahl der erfassten Clostridien-Typen angibt). Eine Grundimmunisierung mit zwei Injektionen, üblicherweise im Abstand von 4 Wochen, schützt Kälber ab etwa 12 Wochen Alter. Auffrischungsimpfungen werden jährlich oder alle 12 bis 18 Monate je nach örtlichem Krankheitsdruck und verwendetem Produkt durchgeführt. In Herden ohne Impfgeschichte führt ein einzelner Ausbruch oft zu sofortiger Massenimpfung aller empfänglichen Tiere.

Die Krankheit tritt sporadisch und nicht in Epidemien auf. Fälle konzentrieren sich in Herden mit schlechtem Impfstatus oder auf Weiden, auf denen große Mengen junger Rinder über kontaminiertem Boden grasen, besonders nach starkem Regen oder Hochwasser, das ruhende Sporen an die Oberfläche bringt. Einmal von Fällen betroffene Koppeln bleiben jahrelang ein Risiko; deshalb ist Impfung statt Weidemanagement die primäre Kontrollstrategie.

Eine Antibiotika-Behandlung von Blackleg ist nach Symptombeginn selten erfolgreich, weshalb Vorbeugung die einzige wirtschaftlich sinnvolle Maßnahme ist. Die Krankheit überträgt sich nicht zwischen Tieren, daher bringt Isolieren eines kranken Tieres seinen Stallkameraden keinen Vorteil. Einige Regionen verlangen die Meldung von Blackleg-Fällen an Veterinärbehörden oder Bestandsgesundheitsprogramme, da Impfversagen oder mangelnde Compliance in einer Herde ein Risiko für den ganzen Landstrich anzeigen kann.

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