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Arbeitssicherheit

Schredderfläche

Englisch: boneyard

Ein bis auf den Mineralboden abgeräumter Bereich, auf den brennbares Material gelegt werden kann, ohne ein anderes Feuer auszulösen.

Boneyard: Feuerschneise aus blossem Mineralboden

Ein Boneyard ist ein freigelegter Streifen aus Mineralboden, typischerweise 3 bis 6 Meter breit, der durch Abschälen aller Vegetation, organischer Stoffe und Oberboden bis auf freigelegtes Erdreich oder Gestein entsteht. Er dient als Feuerschneise in industriellen Betrieben und Forstwirtschaft, um die Ausbreitung von Bodenfeuern, glimmenden Materialien oder kontrollierten Bränden zu verhindern, indem der Brennstoff entfernt wird, den Flammen zum Ausbreiten benötigen.

Der Begriff stammt vom visuellen Erscheinungsbild des hellen, blosslegten Mineralbodens nach dem Abschälen, das gebleichtem Knochen ähnelt. In der Forstwirtschaft sind Boneyards standardmässige Einrichtungen rund um Holzschlagbetriebe, Sägewerke und in Zonen für Kontrollbrände. Im Berg- und Steinbruchbau markieren sie Grenzen, wo Abfallmaterial oder Erz-Halden abgelagert werden können, ohne Gefahr für die umliegende Vegetation zu schaffen.

Um ein wirksames Boneyard zu schaffen, müssen Rohhumus, organische Streu und Wurzeln vollständig bis zum verdichteten Mineralboden entfernt werden. Schwere Maschinen wie Planierraupenschlepper oder Grader übernehmen diese Arbeit, oft entlang von Höhenlinien an Hängen, um die Wirksamkeit zu maximieren. Breite und Instandhaltung sind entscheidend: Ein Boneyard verliert seine Funktion, wenn sich Kiefernnadeln, Blätter oder anderes brennbares Material innerhalb von Wochen oder Monaten auf dem blossen Boden ansammeln.

Das Boneyard ist am wertvollsten in Hochfeuer-Risikozonen, wo sommerliche Hitze und niedrige Feuchte Bedingungen für schnelle Brandausbreitung schaffen. Bei Kontrollbränden oder beim Umgang mit heissem Material wie frischer Schlacke oder abkühlendem Koks verhindert die Lagerung solcher Materialien auf vorbereiteten Boneyards Sekundärbrände in angrenzenden Wäldern oder Buschbeständen. In Industriehöfen, die Steinkohle oder Holzkohlestäube lagern, begrenzen Boneyards auch Verschüttungen und reduzieren Staubverschleppung in sensible Bereiche.

Probleme entstehen, wenn Boneyards nicht instandgehalten werden oder ihre Lage in Bezug auf Windrichtung und Brennstoffaufkommen falsch gewählt ist. Eine schmale oder teilweise bewachsene Feuerschneise versagt bei starkem Wind oder hoher Hitzeintensität. In Trockengebieten mit leichtem, verwehtem Boden können Boneyards durch Luftverwehung von organischem Material wieder kontaminiert werden; in feuchten Klimazonen erfordern sie regelmässiges Nachschälen. Kosten und Flächennutzungskonflikte bedeuten, dass Boneyards auf Hochrisikozonen beschränkt bleiben statt flächig angewendet zu werden.

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