Bürstenbesen
Englisch: brush blade
Aufsatz für einen Rechen zum Heraustrennen von Unterholz und Wurzeln aus einer Schneise.
Bürstenblatt: ein Rechenkopf, der Vegetation aus Brandschutzstreifen reißt
Ein Bürstenblatt ist ein gekrümmter Metallschaber, der am Ende eines langen Stiels befestigt ist. Es dient dazu, dichte Vegetation, Wurzeln und kleine Bäume von einem freigeräumten Streifen während der Waldbrandbekämpfung zu entfernen. Das Blatt selbst ist typischerweise 20 bis 30 cm breit, aus gehärtetem Stahl gefertigt und so angewinkelt, dass es Material zum Bediener hin erfasst und zieht. Es wirkt durch Reißen statt durch Schneiden, was es wirksam gegen zähe, verholzte Pflanzen und Wurzelsysteme macht, die einfaches Harken nicht standhalten.
Beim Bau einer Brandlinie schafft das Bürstenblatt die Voraussetzung für eine mineralische Erdbarriere, die üblicherweise 2 bis 10 Meter breit ist und das Vorankommen eines aktiven Feuers verlangsamt oder stoppt. Das Blatt schabt Laubstreu, kleine Sträucher, Gras und freigelegte Wurzeln bis auf blanken Boden oder Mineralboden. Das ist schwerere Arbeit als ein normales Fangrechen oder Gartenrechen bewältigen kann; das Bürstenblatt ist speziell für die abrasive, zerstörerische Arbeit gebaut, die unter Zeitdruck am Brandrand nötig ist.
Varianten und Einsatz
Bürstenblätter sind mit Stielen verschiedener Längen erhältlich, von etwa 1,2 Metern für Handtrupps bis zu längeren Schäften für den Einsatz hinter Packtieren oder kleinen Maschinen. Der Winkel und das Gewicht des Blatts variieren je nach Hersteller und Geländeart. Felsiger Untergrund erfordert leichtere Handgriffe und ein schärferes Blatt, um Absplitterungen oder Bruch zu vermeiden. Einige Modelle haben eine leichte Krümmung oder einen Aufbug an der unteren Kante, um Wurzeln wirkungsvoller zu erfassen und zu ziehen.
Eine Brandliniencrew arbeitet häufig mit Bürstenblättern in Kombination mit anderen Handwerkzeugen wie Mcleods (die sowohl ein Blatt als auch Rechenzähne haben) und Schaufeln. Das Bürstenblatt glänzt beim Freischlagen von bereits geräumtem Boden, während andere Werkzeuge die erste Schnittarbeit und Bodenbearbeitung übernehmen. In steilem Gelände oder bei sehr dichtem Buschwerk werden Bürstenblätter anstrengend zu bedienen und werden oft zugunsten leichterer Werkzeuge oder mechanisierter Maschinen aufgegeben.
Verschleiß und Beschädigungen sind häufig. Steinschläge stumpfen die Blattschneide ab und splittern sie; ständiges Ziehen und Drehen belasten die Schweißnähte und die Stielbefestigung. Ein gut gepflegtes Bürstenblatt hält möglicherweise eine ganze Brandsaison; starke Beanspruchung oder schlechte Wartung verkürzen dies oft. Ersatzblätter und Stiele sind Standardbestand bei großen Brandcrews, und Reparatur oder Austausch erfolgt vor Ort.