Flugzeugfeuerwehr-Wassertender
Englisch: crash tender
Wassertender zum Löschen von Bränden bei Flugzeugabstürzen.
Flugzeugfeuerwehrfahrzeug: spezialisiertes Löschfahrzeug für Flugzeugunfälle
Ein Flugzeugfeuerwehrfahrzeug ist ein schweres Löschfahrzeug, das auf Flughäfen und Flugplätzen stationiert ist und bei Flugzeugbränden und Rettungseinsätzen zum Einsatz kommt. Im Gegensatz zu normalen Feuerwehrfahrzeugen führt es enorme Mengen an Wasser und Schaummittelkonzentrat mit sich, in der Regel 3.000 bis 6.000 Gallonen oder mehr, sowie leistungsstarke Pumpensysteme, die 500 bis 2.000 Gallonen pro Minute fördern können. Das Fahrzeug muss groß genug sein, um schnell zu beschädigten Flugzeugen über unebenes Gelände zu gelangen, aber wendig genug, um auf Flugplatzvorfeldern zu manövrieren und sich brennenden Wracks zu nähern, ohne zu kippen.
Das Fahrgestell ist für extreme Anforderungen konstruiert: üblicherweise 6-Rad- oder 8-Radantrieb, fähig, 30 bis 50 Tonnen Gesamtgewicht zu tragen und dabei ausreichende Bodenfreiheit zu bewahren. Die Fahrerkabine sitzt hoch, um Sicht über Wrackteile zu bieten, und das Fahrzeug führt eine Besatzung von 4 bis 8 Feuerwehrleuten mit sich, je nach Modell. Die meisten modernen Flugzeugfeuerwehrfahrzeuge verwenden Klasse-A-Schaum oder filmbildendes Löschmittel (AFFF) für Kohlenwasserstoffbrände, da normales Wasser gegen Flugzeugtreibstoff wirkungslos ist. Das Schaummittelkonzentrat wird getrennt gelagert und beim Austritt durch Monitore, Werfer oder Schläuche automatisch in den Wasserstrom dosiert.
Konstruktion und Stationierung
Flugzeugfeuerwehrfahrzeuge unterscheiden sich in wichtigen Punkten von herkömmlichen Feuerwehrfahrzeugen. Sie setzen auf Geschwindigkeit und Fördervolumen statt auf Leitern und Ausstattungsvielfalt wie Stadtwagen. Die Löschmittelwagen nehmen den größten Teil des Fahrzeugs ein und lassen wenig Platz für Werkzeuge. Viele Konstruktionen verfügen über einen erhöhten Monitor auf dem Dach oder dem Fahrgestell, mit dem Feuerwehrleute aus sicherer Entfernung nach unten auf Flugzeugrümpfe und Treibstoffaustritte spritzen können, was die Belastung durch intensive Wärmestrahlung und giftige Dämpfe reduziert. Einige Modelle montieren den Monitor auf einem drehbaren Korb, um die Spritzweite zu erhöhen.
Diese Fahrzeuge werden streng reguliert auf Zivilflughäfen, Militärflugplätzen und einigen Industrieanlagen mit Hubschrauberbetrieb stationiert. Die erforderliche Anzahl und Größe der Flugzeugfeuerwehrfahrzeuge hängt von der Flughafenkategorie ab: ein kleiner Regionalflughafen benötigt möglicherweise ein Fahrzeug, während große internationale Drehkreuze Flotten von sechs oder mehr unterhalten. Die Reaktionszeitstandards sind streng, üblicherweise 3 bis 5 Minuten vom Alarm bis zur ersten Wasserausbringung. Dies erfordert, dass Flugzeugfeuerwehrfahrzeuge permanent getankt, besetzt und auf oder nahe dem Flugfeld positioniert bleiben.
Der Begriff "Flugzeugfeuerwehrfahrzeug" spiegelt seine Funktion und seinen britischen Sprachursprung wider; in Nordamerika ist die Bezeichnung "aircraft rescue and firefighting"-Fahrzeug (ARFF) üblicher. Das Wort "Fahrzeug" selbst stammt aus historischer Feuerwehrtermini für jeden mobilen Löschapparat. Flugzeugfeuerwehrfahrzeuge stellen eine spezialisierte Unterdisziplin im Flughafenbetrieb dar und liegen an der Schnittstelle zwischen Luftfahrtsicherheit, Gefahrgutbekämpfung und Objektbrandbekämpfung.