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Kfz-Technik

Boxermotor

Englisch: boxer engine

Ein Motor mit zwei horizontal gegenüberliegenden Zylinderbänken, häufig in Porsche- und Subaru-Automobilen verwendet.

Boxer-Motor: flache Zylinder nach links und rechts angeordnet

Ein Boxer-Motor ordnet seine Zylinder in zwei Reihen an, die sich über eine zentrale Kurbelwelle direkt gegenüberstehen. Jeder Kolben bewegt sich horizontal statt vertikal. Das Layout erzeugt einen niedrigen Schwerpunkt und ein schmales Profil von vorne nach hinten, weshalb Porsche es für den 911 bevorzugte und Subaru es in den meisten Modellen einführte. Der Name kommt von der Ähnlichkeit mit der Bewegung eines Boxers beim Schlag, obwohl sich die Kolben linear bewegen, nicht rotierend.

Die entgegengesetzte Bewegung der Zylinderbänke erzeugt eine natürliche Primärausbalancierung. Wenn der Kolben links vorwärts fährt, fährt der Kolben rechts rückwärts, und ihre Trägheitskräfte heben sich auf. Diese Laufruhigkeit ist ein Grund, warum sich das Design trotz höherer Fertigungskomplexität behauptet. Ein typischer Vier-Zylinder-Boxer hat zwei Zylinder auf jeder Seite; Sechs-Zylinder-Versionen verwenden drei auf jeder Seite. Porsches größere Modelle haben Zwölf-Zylinder-Boxer mit sechs Zylindern pro Reihe verwendet.

Boxer-Motoren laufen heißer als Reihen-Motoren, weil die hintere Zylinderbahn teilweise unter der Fahrgastkabine sitzt. Kühlkanäle und Ölleitungen müssen sorgfältig verlegt werden, und Zündkerzen sind schwerer zugänglich. Subaru hat Überhitzungsprobleme bei aufgeladenen Vier-Zylinder-Boxer-Motoren durch breitere Kühlkanäle und angepasste Wasserpumpen-Förderung behoben. Die breite Bauform des Motors erfordert auch einen Mitteltunnel für das Getriebe, der den Innenraum im Vergleich zu vorne montierten Reihen-Motoren beeinträchtigt.

Vibrationen und Verschleißmuster

Die für Vier-Zylinder-Motoren charakteristischen Sekundärvibrationen sind noch vorhanden, allerdings weniger ausgeprägt als bei Reihen-Designs. Der Zylinderverschleiß neigt dazu, ungleichmäßig zu sein, da die Wärmeverteilung die vorderen Zylinder bevorzugt. Lange laufende Subaru-Boxer-Motoren zeigen oft unterschiedliche Ringverschleiße zwischen vorderen und hinteren Zylinderreihen, was regelmäßige Kontrollen erfordert. Porsche minimiert dies durch engere Toleranzen und Spezifikationen für Synthetiköl.

Das Boxer-Layout ist außerhalb dieser beiden Hersteller selten. Es erfordert ein grundlegend anderes Motorblock-Gussverfahren, Kurbelwellen-Geometrie und Kraftstoffeinspritzung-Abbildung. BMW experimentierte mit Boxer-Zwillingsmotoren für Motorräder, und einige Landmaschinen verwenden Boxer-Zwillinge, aber die Automobilindustrie behandelt die Konfiguration eher als Spezialgebiet als als Standard. Diese Exklusivität ist für Porsche und Subaru Teil der Markenidentität geworden.

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