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Maschinenbau

Bremsbelag

Englisch: brake shoe

Ein Element einer Trommelbremse, an das der Bremsbelag mit Reibung angebracht ist.

Bremsbelag: gekrümmter Reibungsbelag, der Trommelbremsen zum Stillstand bringt

Ein Bremsbelag ist eine gekrümmte Metallplatte, meist aus Gusseisen oder Stahl, die einen Reibungsbelag trägt und gegen die innere Oberfläche einer rotierenden Bremstrommel presst, um Bremskraft zu erzeugen. Die Platte selbst trägt keine Last; sie dient nur dazu, das eigentliche Reibmaterial zu positionieren und zu stützen, das sich mit der Zeit abnützt und regelmäßig ersetzt werden muss.

Trommelbremsen verwenden typischerweise zwei Beläge pro Rad, die auf einer feststehenden Trägerplatte in der Trommel montiert sind. Wenn Druck hydraulisch oder mechanisch aufgebracht wird, spreizen die Beläge auseinander und der Reibungsbelag kontaktiert die innere Trommelfläche. Die gekrümmte Geometrie des Belags muss dem Trommelhalbmesser genau entsprechen, üblicherweise innerhalb von 0,5 mm, um gleichmäßigen Kontakt und vorhersehbares Bremsmoment zu gewährleisten. Beläge werden durch Ankerstifte und Rückzugfedern in Position gehalten, die sie beim Ablassen des Bremsdrucks zurückziehen.

Der auf die Belagfläche geklebte oder geniete Reibungsbelag ist die Verschleißfläche; typische Materialien sind organische, halbmetallische oder keramische Mischungen mit Reibungsbeiwerten zwischen 0,3 und 0,5, je nach Temperatur und Anwendung. Die Belagdicke auf einem neuen Belag liegt bei Fahzeugbremsen zwischen 4 und 6 mm, wobei schwere Maschinen dickeres Material verwenden können. Mit zunehmendem Verschleiß wird die Belagplatte selbst freigelegt und kann die Trommel beschädigen, was zu Vibrationen und verminderter Bremsleistung führt.

Varianten und Ausfallarten

Beläge werden paarweise gefertigt, einer führend und einer nacheilend, in Größen abgestimmt auf spezifische Trommeldurchmesser und Fahrzeug- oder Maschinenspezifikationen. Sie können nicht zwischen verschiedenen Bremssystemen ausgetauscht werden, ohne dass die Leistung leidet. Häufige Ausfälle sind ungleichmäßiger Belagverschleiß durch Verschmutzung oder Trommellauf, Ablösung des Belags von der Trägerplatte durch Feuchtigkeitseintritt und Rissbildung des Reibmaterials unter anhaltender starker Bremsung. Verglaste Beläge, die eine harte glänzende Oberfläche entwickeln und Reibungsgriff verlieren, entstehen durch Überhitzung und erfordern einen Austausch.

Trommelbremsen sind weiterhin Standard bei schweren Lastkraftwagen, Anhängern und Industriemaschinen, wo ihre Einfachheit, Haltbarkeit und Wasserfestigkeit den geringen Nachteil der Wärmeableitung gegenüber Scheibenbremsen ausgleichen. Pkw sind seit den 1970er Jahren weitgehend zu Scheibenbremsen übergegangen, aber Trommelbremsen bleiben an Hinterachsen in preisgünstigen Fahrzeugen bestehen und finden sich immer noch in älteren Maschinen in Bau- und Bergbaubetrieben.

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