Erholungspause
Englisch: rehab
Kurze Unterbrechung eines Feuerwehrmannes während eines Einsatzes, um sich vom Feuer zu entfernen und Kräfte zu sammeln.
Rehab: taktische Ruhepause für Feuerwehrleute im aktiven Einsatz
Rehabilitation oder Rehab ist eine verpflichtende Ruhe- und Erholungspause, die Feuerwehrleute während aktiver Einsätze an der Einsatzstelle einlegen. Ein Feuerwehrmann, der in einer heißen Zone arbeitet oder anstrengende Aufgaben verrichtet, wird in einen ausgewiesenen Rehab-Bereich rotiert, normalerweise 50 bis 100 Fuß vom Einsatzort entfernt, wo er sich für 10 bis 20 Minuten vom aktiven Einsatzdienst abmeldet. Der Zweck besteht darin, die Körperkerntemperatur zu senken, die Herzfrequenz zu reduzieren, den Flüssigkeitshaushalt wiederherzustellen und den Muskeln eine Erholung zu ermöglichen, bevor der aktive Dienst wieder aufgenommen wird. Dies ist keine optionale Ausfallzeit, sondern ein Sicherheitsprotokoll, das in die Einsatzleitung integriert ist.
Rehab-Bereiche sind mit eigens dafür vorgesehenem Personal besetzt, häufig Sanitäter oder medizinisches Fachpersonal, das die Vitalzeichen überwacht und die Erholung leitet. Ein Feuerwehrmann in der Rehab setzt sich hin oder liegt in einem schattigen oder klimatisierten Bereich, zieht wenn möglich schwere Schutzausrüstung aus, trinkt Wasser oder Elektrolytlösungen und atmet kühlere Luft. Das medizinische Personal kann Blutdruck, Herzfrequenz und Körperkerntemperatur prüfen. Das Ziel ist es, jeden Feuerwehrmann auf einen sicheren physiologischen Normalzustand zurückzubringen, bevor er zum Einsatzort zurückkehrt oder ganz aus dem Dienst genommen wird.
Die Rehab-Rotation wird von der Einsatzleitung auf Grundlage des Luftverbrauchs, der Arbeitsbeanspruchung und der Umgebungsbedingungen berechnet. Bei extremer Hitze oder während eines Innenangriffs bei Gebäudebränden dürfen Feuerwehrleute nur 15 bis 20 Minuten in der heißen Zone arbeiten, bevor eine verpflichtende Rehab folgt. Leichtere Einsätze bei kühleren Bedingungen können längere Arbeitsphasen ermöglichen. Die Occupational Safety and Health Administration (OSHA) und die National Fire Protection Association (NFPA) schreiben vor, dass Rehab-Protokolle eingerichtet sein müssen, wenn Bedingungen ein Risiko für Hitzestress oder Erschöpfung darstellen.
Der Zusammenbruch von Feuerwehrleuten und plötzliche Herzstillstände sind mit kumulativem Hitzestress und Dehydrierung während langer Einsätze verbunden. Ein Feuerwehrmann, der Ermüdungszeichen ignoriert, kann Hitzeerschöpfung, Elektrolytverlust oder Herzrhythmusstörungen erleiden. Rehab-Maßnahmen unterbrechen diese Kaskade, indem sie die physiologische Erholung erzwingen, bevor die Symptome gefährlich werden. Sie schützen auch die Einsatzleitung und die Feuerwehr vor Haftung, da Rehab-Entscheidungen dokumentiert und nachverfolgt werden.
Rehab wird manchmal von Feuerwehrleuten abgelehnt, die am aktiven Löscheinsatz teilnehmen möchten, aber Einsatzleiter sind trainiert, es durchzusetzen. Der Begriff selbst stammt aus der medizinischen Anwendung von Rehabilitation zur Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit nach Verletzungen oder Belastung; hier bezieht er sich auf die vorübergehende Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit während eines einzelnen Einsatzes. Wirksame Rehab-Protokolle haben in den letzten zwei Jahrzehnten nachweislich Verletzungen an der Einsatzstelle und Todesfälle im Dienst reduziert.