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Kfz-Technik

BSM

Abkürzung für Blind Spot Monitor.

BSM: Kamera oder Radar überwacht die toten Winkel deines Autos

Ein Blindspot-Monitor ist ein elektronisches Sicherheitssystem, das Fahrzeuge in den Bereichen neben und leicht hinter deinem Auto erkennt, die in den Spiegeln schwer oder gar nicht einsehbar sind. Die meisten Systeme nutzen entweder Radarsensoren in der hinteren Stoßstange oder Kameras, die in die Außenspiegel und die hintere Fahrzeugfront integriert sind. Wenn ein anderes Fahrzeug in diese Zone eindringt, warnt das BSM den Fahrer durch eine Kontrollleuchte an der Spiegelhalterung, eine Warnleuchte im Armaturenbrett oder manchmal durch einen Signalton.

Radargestützte Systeme sind häufiger in Serienfahrzeugen anzutreffen, weil sie zuverlässig bei Regen, Schnee und schlechtem Licht arbeiten. Die Sensoren decken in der Regel einen Bereich von 1,5 bis 2 Metern seitlich und 3 bis 4 Metern hinter dem Fahrzeug ab. Kameragestützte Systeme, oft kombiniert mit Bildverarbeitungssoftware, bieten eine ähnliche Abdeckung, erfordern aber möglicherweise Heckscheibenheizer und Wischersysteme, um die Leistung bei schlechtem Wetter zu erhalten. Einige Hersteller kombinieren beide Technologien zur Redundanz, besonders bei Fahrzeugen, die für autonomes oder halbautonomes Fahren ausgelegt sind.

Aktivierung und Grenzen

Das BSM wird normalerweise aktiv, sobald das Fahrzeug 10 bis 15 km/h überschreitet, und überwacht kontinuierlich, bis der Motor ausgeschaltet wird. Fahrer sollten wissen, dass die meisten Systeme tote Zonen sehr nah am Fahrzeug und in extremen Winkeln haben, sodass kein elektronischer Monitor vollständig die Spiegelkontrolle und Kopfbewegungen vor Spurwechseln ersetzt. Die Leistung lässt bei starkem Regen, dichtem Nebel oder wenn Sensoren durch Spritzwasser, Schmutz oder Schneeablagerungen verdeckt sind, nach.

Falschalarme können auftreten, wenn man stationäre Objekte wie Schutzwände, Überhangschilder oder dicht am Straßenrand geparkte Fahrzeuge passiert. In einigen Fällen deaktivieren Fahrer den Signalton, lassen aber die visuelle Warnung aktiv, was Störalarme reduziert und gleichzeitig die Situationskontrolle aufrechterhält. Regelmäßiges Reinigen der Sensorgehäuse und Kameraobjektive ist für einen zuverlässigen Betrieb notwendig.

Das BSM ist seit etwa 2015 ein quasi-Standardfeature bei Fahrzeugen der Mittel- und Premiumklasse, teilweise aufgrund regulatorischer Bestrebungen in mehreren Märkten zur Förderung von Kollisionsvermeidungssystemen. Es unterscheidet sich von der Cross-Traffic-Erkennung, die beim Rückwärtsfahren auf sich nähernde Fahrzeuge überwacht, obwohl die beiden Systeme oft die gleiche Sensorhardware nutzen.

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