Prellbock
Englisch: buffer stop
Eine Vorrichtung am Ende einer Eisenbahnstrecke oder eines Nebengleises, die dazu dient, Züge und andere Schienenfahrzeuge am Weiterlaufen zu hindern.
Puffer: festes Eisenbahn-Endhaltegleis-Kollisionsschutzgerät
Ein Puffer ist ein festes Hindernis, das auf der Gleisunterlage am Ende einer Eisenbahnstrecke oder eines Gleises angebracht ist und dazu dient, die Vorwärtsbewegung eines Zuges oder Schienenfahrzeugs, das über den vorgesehenen Haltepunkt hinausschießt, aufzunehmen und zu stoppen. Er dient als letzte mechanische Sicherheitseinrichtung, wenn Bremsen ausfallen, Signale übersehen werden oder ein Fahrzeug unkontrolliert bergab rollt. Das Gerät besteht typischerweise aus einem schweren Stahlrahmen, der auf Betonfundamenten verschraubt ist, mit elastomeren oder hydraulischen Energieabsorptionselementen, die zwischen dem Rahmen und einer Anprallsfläche eingeklemmt sind, die den Kopplungsapparat oder Unterbau des Fahrzeugs berührt.
Puffer werden in zwei Hauptkategorien eingeteilt: fest und tragbar. Festmontierte Puffer sind Dauereinrichtungen an Fahrgastendbahnhöfen, Industrialgleisen und Güterbahnhöfen, wo Züge regelmäßig hart abbremsen müssen. Tragbare Puffer, die auf temporären Gleisen oder Baustellen verwendet werden, wiegen weniger, sind aber mechanisch ähnlich aufgebaut. Die Anprallsfläche ist schräg oder keilförmig gestaltet, um sanft mit dem Kopplungsapparat oder Unterbau des Fahrzeugs zu greifen und die Aufprallenergie nach unten in den Absorptionsmechanismus zu leiten, statt eine Seitwärtsauslenkung zuzulassen, die zu einer Entgleisung führen könnte.
Energieaufnahme und Aufprallverhalten
Die Energieaufnahmefähigkeit hängt von der Bauweise des Puffers und der Fahrzeugmasse ab, die er aufnehmen muss. Ein typischer schwerer Puffer an einem großen Fahrgastendbahnhof könnte für einen 200-Tonnen-Zug ausgelegt sein, der mit 4 bis 6 Stundenkilometern aufprallt. Die hydraulischen oder federgedämpften Elemente bauen diese kinetische Energie schrittweise über einen Federweg von 150 bis 300 Millimetern ab, was die abrupte Verzögerung verhindert, die Fahrgäste verletzen oder Fracht beschädigen würde. Übersetzer-Konstruktionen mit mechanischen Federn oder gasgefüllten Zylindern ermöglichen dem Puffer, sich nach einem Aufprall zurückzustellen, während Hydraulikpuffer häufig mechanisch zurückgestellt werden müssen.
Puffer sind unverzichtbare Infrastruktur an Fahrgastendbahnhöfen, wo es unmöglich ist, das Gleis über den Bahnsteig hinaus fortzuführen. Sie sind gleichermaßen entscheidend auf Stichgleisen in Industriebetrieben und an den Köpfen von Rangierbahnhöfen, wo Fahrzeuge unbeaufsichtigt abgestellt werden. Das Gerät muss regelmäßig auf Korrosion des Rahmens, Leckagen oder Verschleiß des Hydrauliköls und Verschleiß der Anprallsfläche geprüft werden. Ein verschlissener oder geschwächter Puffer kann sich über seinen Federweg hinaus zusammendrücken und das feste Fundament treffen, sodass ungedämpfte Aufprallkraft direkt auf Fahrzeuge und Infrastruktur übertragen wird.
Der Name stammt aus der historischen Eisenbahnpraxis, Puffer (federbelastete zylindrische Stoßdämpfer an den Fahrzeugkopplungsapparaten montiert) auf beiden Seiten eines Fahrzeugs anzubringen, die bei einem Aufprall zusammengedrückt würden. Ein Puffer war einfach die feste Struktur, gegen die diese Puffer andrücken würden. Obwohl moderne Kopplungssysteme unterschiedlich sind, bleibt der Begriff als Bezeichnung für jedes feste Endhaltegleis-Kollisionsschutzgerät bestehen. In einigen Regionen wird das Gerät als Bremsschuh bezeichnet (besonders für tragbare Einheiten, die unter Räder als mechanische Sperren gelegt werden) oder Prellbock, obwohl diese Begriffe weniger präzise sind.