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Bahntechnik

anpuffern

Englisch: buffer up

Ein Schienenfahrzeug so verschieben, dass seine Puffer die Puffer eines anderen Schienenfahrzeugs berühren.

aufpuffern: Kontakt zwischen Eisenbahnfahrzeug-Kupplungen herstellen

Aufpuffern bedeutet, ein Eisenbahnfahrzeug so lange vorwärts zu bewegen, bis seine Puffer mit den Puffern eines anderen Fahrzeugs in physischen Kontakt kommen. Das geschieht typischerweise beim Bilden eines gekuppelten Zuges oder beim Rangieren. Der Begriff ist eisenbahnspezifisch und beschreibt den genauen Moment, in dem die federgelagerten Pufferköpfe sich berühren und die weitere Bewegung stoppen.

Eisenbahnfahrzeug-Puffer sind hydraulische oder mechanische Stoßdämpfer, die auf der Vorder- und Rückseite jeder Lokomotive, jeden Wagens und jedes Eisenbahnwagens angebracht sind. Sie bestehen aus einem Kopf mit kreisförmiger Form, der mit Gummi oder Kunststoff verkleidet ist, und sind von hinten durch ein Feder- oder Kolbensystem in einem Zylinder gestützt. Wenn zwei Fahrzeuge aufpuffern, werden diese Köpfe beim Kontakt leicht zusammengedrückt, was sowohl den Aufprall dämpft als auch dem Kupplungsapparat ermöglicht, einzugreifen. Bei Güterwagen beträgt der Pufferhub typischerweise 50 bis 150 Millimeter, abhängig von Konstruktion und Lastklasse.

Diese Aktion ist auf Rangierbahnhöfen und Nebengleisen unverzichtbar, wo Fahrzeuge zusammengestellt oder neu positioniert werden müssen. Eine Rangierlok oder Vorspannlokomotive fährt langsam auf ein stillstehendes Fahrzeug zu und puffert auf, um Kontakt herzustellen, bevor irgendeine mechanische Kupplung erfolgt. Dies verhindert gewaltsame Stoßbelastungen, die Ladung beschädigen oder leichte Fahrzeuge entgleisen lassen könnten. Der Lokführer spürt oder hört den sanften Kontakt und weiß, dass die Puffer greifen, bevor er mit dem Kuppeln fortfährt.

Häufige Varianten und Probleme

Puffer können verschleißen, ungleichmäßig zusammengedrückt oder von Korrosion befallen sein, was ihren effektiven Hub verringert und einen Spalt zwischen Fahrzeugen schafft, selbst wenn aufgepuffert. Dieser Spalt verhindert eine ordnungsgemäße Kupplung und kann zulassen, dass Fahrzeuge während des Transports auseinander kriechen. Bei kaltem Wetter verdickt sich das Fett in den Pufferzylindern und verhindert manchmal die vollständige Kompression. Ein Fahrzeug mit fehlerhaften Puffern muss möglicherweise aus dem Verkehr gezogen oder besonders in einem Zug positioniert werden, um Rangierverzögerungen zu vermeiden.

Der Begriff stammt vom Puffer selbst, der Schutzvorrichtung. Die Redewendung wird sowohl als Anweisung verwendet (der Rangierer teilt dem Lokführer mit, aufzupuffern) als auch zur Beschreibung des abgeschlossenen Zustands. Sie sollte nicht mit anderen Eisenbahnbewegungen verwechselt werden, wie Zurückfahren, Abziehen oder Ankuppeln, die alle unterschiedliche Phasen oder Methoden der Fahrzeugzusammenstellung beschreiben.

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