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Metallbearbeitung

Beschickung

Englisch: burden

Das Verhältnis von Erz und Zuschlag zum Brennstoff in der Gicht eines Hochofens.

Beschickung: das Erz-zu-Koks-Verhältnis, das einen Hochofen füllt

Die Beschickung ist die feste Ladung, die in einen Hochofen gefüllt wird. Sie besteht aus Eisenerz, Koks und Kalkstein oder anderen Zuschlagstoffen. Sie lagert auf den heißen Gasen, die von unten aufsteigen, und sinkt allmählich ab, während die Verbrennung den Koks verbraucht und das Erz reduziert. Die Beschickung bestimmt, wie viel Eisen pro Schicht erzeugt werden kann und wie effizient der Ofen arbeitet.

Eine typische Beschickungszusammensetzung nach Gewicht beträgt grob 50 bis 65 Prozent Eisenerz, 25 bis 35 Prozent Koks und 10 bis 15 Prozent Kalksteinzuschlag. Diese Anteile sind nicht festgelegt; sie variieren je nach Erzqualität, Koksqualität, den vorhandenen Eisenoxidmineralien und der gewünschten Gusseisen- oder Roheisenchemie. Ein Hochofenführer passt die Beschickungsmischung an, um Schwankungen in der Rohstoffqualität auszugleichen und die Zielwerte für Silizium, Mangan und Phosphor im Gusseisen oder Roheisen zu erreichen.

Der Begriff Beschickung bezieht sich auch auf die Menge des pro Flächeneinheit des Herdes eingefüllten Materials, gemessen in Tonnen pro Quadratmeter pro Tag. Eine hohe Beschickungsrate bedeutet, Material schnell durch den Ofen zu drücken; eine niedrige Beschickungsrate bedeutet längere Verweilzeit und gründlichere Reduktion, aber geringeren Durchsatz. Zu hohe Belastung riskiert einen Beschickungskollaps, bei dem die Ladung eine Brücke bildet und in der Schacht steckenbleibt, was den Gasstrom unterbricht und eine Stilllegung erzwingt.

Warum der Name wichtig ist

Das Wort "Beschickung" stammt aus seinem eigentlichen Sinne: das Gewicht, das nach unten drückt und gestützt werden muss. In älteren Texten wird es manchmal als "Ladung" bezeichnet, besonders wenn es um das geht, was eingefüllt wird; "Beschickung" benennt speziell die laufende Säule der absteigenden Feststoffe. Das Konzept ist alt und bis zu holzkohlegerichteten Bloomeries zurückverfolgbar, aber der Begriff kristallisierte sich heraus, sobald Hochöfen groß genug wurden, um kontinuierlich zu laufen und präzise Dosierung zu erfordern.

Die Beschickungsqualität hängt von der Körnung ab. Erz und Koks müssen auf einheitliche Stücke gesiebt werden, typischerweise 10 bis 50 mm, damit Gas gleichmäßig durch die absteigende Säule strömen kann. Feines Material oder Material unter 10 mm erzeugt Widerstand, verursacht Hängenbleiben und verschwendet Brennstoff. Deshalb ist die Beschickungsvorbereitung, einschließlich Brechen und Sieben, ein großer Kosten- und Qualitätstreiber, noch bevor das Material die Hochofen-Gicht erreicht.

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