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Industrieelektronik

Bus Bridge

Englisch: bus bridge

Eine Vorrichtung zur Verbindung zweier unterschiedlicher Hardware-Busse.

Bus-Bridge: der Übersetzer zwischen inkompatiblen Datenleitungen

Eine Bus-Bridge ist eine Hardware-Schnittstelle, die zwei separate Kommunikationsleitungen verbindet, die mit unterschiedlichen Protokollen, Geschwindigkeiten oder elektrischen Standards arbeiten. Sie sitzt zwischen Systemen, die nicht direkt miteinander kommunizieren können, übersetzt Signale und verwaltet den Datenfluss, damit Geräte auf einer Leitung mit Geräten auf einer anderen Leitung kommunizieren können, ohne dass eines der beiden Systeme komplett neu gestaltet werden muss.

Die häufigste Anwendung findet sich in industriellen Steuerungssystemen, wo ältere Geräte mit älteren Standards wie RS-485 oder CANbus in moderne Ethernet-Netzwerke integriert werden müssen. Eine PCI-zu-VME-Bridge ermöglicht es beispielsweise einem Computer mit dem lokalen PCI-Bus, auf Instrumentenkarten zuzugreifen, die für den VME-Backplane-Standard ausgelegt sind. Ähnlich erweitert eine Thunderbolt-zu-USB-Bridge die Konnektivität zwischen verschiedenen Peripherieschnittstellen auf einem einzelnen Gerät.

Protokollkonvertierung und Datenverarbeitung

Die Bridge tut mehr, als Spannungssignale über eine Lücke zu leiten. Sie muss die Protokollebene übersetzen, einschließlich Adresszuordnung, Zeitanpassung und Pufferung. Wenn eine Leitung mit 10 Mbps und eine andere mit 1 Gbps arbeitet, puffert die Bridge Daten angemessen und verwaltet die Flusskontrolle, um Überlauf oder Datenverlust zu verhindern. Impedanzanpassung und Level-Shifting sind oft integriert und konvertieren zwischen 5-V- und 3,3-V-Logik oder zwischen einseitigen und differenziellen Signalen.

Bus-Bridges finden sich in modularen Instrumentengestellen, eingebetteten Industriecomputern, Testausrüstungen und Telekommunikations-Gateways. Sie sind oft passive Geräte, die auf einfachen Multiplexing- oder Buffer-ICs basieren, aber komplexere Bridges enthalten eingebettete Prozessoren, die eine Echtzeitübersetzung und Fehlerprüfung durchführen. Die Namenkonvention spiegelt die beiden Standards wider, die sie verbindet: die Ausgangsleitung wird normalerweise zuerst aufgeführt.

Ausfallmodi sind Adresskonflikte, wenn zwei Bus-Segmente gleichzeitig Zugriff versuchen, Zeitverletzungen, wenn Taktdomänen nicht korrekt synchronisiert sind, und Pufferspeicherüberlauf, wenn eine Seite schneller sendet als die andere Seite empfangen kann. Die Auswahl der Bridge hängt von Bandbreitenanforderungen, Latenztoleranzen und den spezifischen elektrischen und Protokollmerkmalen beider verbundener Leitungen ab.

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